Anwalt für Social Media Recht.
Wenn Plattformen entscheiden — und Sie nicht einverstanden sind.
Account gesperrt, Content gelöscht, Reichweite eingebrochen, Urheberrecht verletzt — die Probleme auf Social-Media-Plattformen sind vielfältig, die Supportkanäle der Plattformen oft wirkungslos. Jüdemann Rechtsanwälte vertritt Privatpersonen, Creator und Unternehmen in allen rechtlichen Fragen rund um Instagram, Facebook, TikTok und YouTube.
- Wiederherstellung gesperrter Instagram-, Facebook- und TikTok-Accounts
- Urheberrechtsschutz — Content-Klau, unerlaubte Nutzung Ihrer Bilder oder Videos
- Online-Beleidigung, Cybermobbing und Fake-Profile
- DSA-Beschwerden und einstweiliger Rechtsschutz gegen Plattformentscheidungen
Anwalt für Social Media Recht in Berlin
Die Plattformen sind intransparent. Sie geben zwar Gründe an — aber die Gründe sind oft pauschal formuliert und über die normalen Supportkanäle kaum angreifbar. Ihre Beschwerdeverfahren sind so gestaltet, dass die meisten Nutzer aufgeben. Die meisten tun es auch.
Aber das deutsche Recht hört nicht dort auf, wo die Nutzungsbedingungen von Meta beginnen. Deutsche Gerichte haben bestätigt, dass Plattformen mit marktbeherrschender Stellung — Instagram, Facebook, TikTok, YouTube — dem deutschen und europäischen Kartellrecht unterliegen, unabhängig von ihrem Firmensitz. Sie müssen rechtsstaatliche Verfahren einhalten. Und wenn sie das nicht tun, können wir sie dazu zwingen.
Jüdemann Rechtsanwälte vertritt seit Jahren Mandanten an der Schnittstelle von Medienrecht, Urheberrecht und digitalen Plattformen. Dr. Moritz Ott berät Sie zu Account-Sperrungen, Plattformstreitigkeiten und den Rechten, die Ihnen als Nutzer, Creator oder Unternehmen nach deutschem und europäischem Recht zustehen.
Ihr Ansprechpartner
Unsere Leistungen im Social Media Recht
Rechtliche Beratung und Vertretung in allen Bereichen des Social-Media-Rechts — für Privatpersonen, Creator und Unternehmen.
Account-Sperrung & Deaktivierung
Ihr Instagram-, Facebook-, TikTok- oder YouTube-Account wurde gesperrt oder dauerhaft deaktiviert — ohne Vorwarnung und ohne funktionierenden Beschwerdeweg. Wir prüfen die Rechtmäßigkeit der Kündigung und setzen die Wiederherstellung durch rechtliche Schritte durch, bei Dringlichkeit auch im Wege der einstweiligen Verfügung.
Urheberrecht & Content-Schutz
Jemand hat Ihren Content ohne Erlaubnis geteilt. Ihre Videos tauchen auf fremden Accounts auf — ohne Quellenangabe oder Vergütung. Oder Sie haben eine Copyright-Abmahnung erhalten, die Sie für ungerechtfertigt halten. Wir vertreten Sie auf beiden Seiten: beim Schutz Ihrer Rechte und bei der Abwehr unberechtigter Abmahnungen.
Online-Beleidigung & Verleumdung
Beleidigungen, unwahre Behauptungen, Hassrede oder koordinierte Angriffe — in Kommentarspalten, WhatsApp-Gruppen oder öffentlichen Posts. Fake-Profile, die Lügen über Sie oder Ihr Unternehmen verbreiten. Wir erwirken Unterlassung, Löschung von Inhalten und — wenn der Täter anonym ist — Auskunftsansprüche gegen die Plattform zur Identifizierung.
Shadowban & Content-Löschung
Ihre Reichweite ist eingebrochen, ohne dass die Plattform etwas erklärt. Posts verschwinden. Hashtags funktionieren nicht mehr. Seit Inkrafttreten des Digital Services Act sind Plattformen verpflichtet, Maßnahmen zur Einschränkung von Inhalten zu begründen. Wenn sie das nicht tun, können diese Entscheidungen angefochten werden.
DSA-Beschwerden & Plattform-Rechtsmittel
Der Digital Services Act gibt Nutzern, Creatorn und Unternehmen durchsetzbare Rechte gegen Plattformentscheidungen — Beschwerdemöglichkeiten, Abhilfemechanismen und Zugang zu außergerichtlichen Streitbeilegungsstellen. Wenn Plattformen diese Pflichten ignorieren, gehen wir rechtlich vor.
Influencer- & Creator-Recht
Brand-Deal-Verträge, Content-Eigentum, Exklusivitätsstreitigkeiten, ausstehende Vergütungen. Urheberrecht an Ihren Inhalten — was Sie lizenzieren können, was nicht, und was passiert, wenn eine Plattform Ansprüche geltend macht. Wenn Ihre Arbeit Ihr Lebensunterhalt ist, kommt es auf den rechtlichen Rahmen an.
Wir haben nicht nur beraten — wir haben Rechtsgeschichte geschrieben.
Marrese ./. Meta · LG Berlin II & Kammergericht Berlin · 2025–2026
Im Mai 2025 deaktivierte Meta dauerhaft den Instagram-Account eines Berliner Satirikers und Content Creators. Der Account hatte über 160.000 Follower — aufgebaut über Jahre. Metas Begründung: angebliche Urheberrechtsverletzungen. Metas Haltung: Wenden Sie sich an unsere Anwälte in Irland.
Wir haben den Fall übernommen.
„Das Verwenden der Klausel gegenüber (in der Verhandlungsmacht deutlich unterlegenen) Nutzern wie dem Kläger stellt nach vorläufiger Würdigung einen sog. Konditionenmissbrauch dar. Denn die Klausel ist insofern — unter Berücksichtigung der vorzunehmenden umfassenden Interessenabwägung — unbillig und unverhältnismäßig."
Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Grundsätze, die es etabliert hat, werden bereits von Kanzleien in ganz Deutschland zitiert: Deutsche Gerichte sind für Meta zuständig. Deutsches Kartellrecht findet Anwendung. Und die im deutschen und europäischen Recht verankerten Schutzrechte — rechtsstaatliches Verfahren, Verhältnismäßigkeit, das Recht auf Gehör — gelten für Plattformnutzer ebenso wie für jeden anderen.
Was das für Ihre Situation bedeutet
Deutsche Gerichte sind zuständig
Meta kann sich nicht hinter seinem Firmensitz in Irland verstecken. Nach einem Hinweisbeschluss des Kammergerichts Berlin stellt die Gerichtsstandsklausel nach vorläufiger Einschätzung des Kammergerichts einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung dar. Deutsche Gerichte sind zuständig für Plattformstreitigkeiten, die deutsche Nutzer und den deutschen Markt betreffen.
Plattformen müssen Verfahren einhalten
Account-Kündigungen ohne hinreichende Vorwarnung oder ohne angemessenes Gehör können rechtlich angefochten werden. Die BGH Facebook-AGB-Rechtsprechung (2021), der Digital Services Act und der Fall Marrese haben gemeinsam definiert, was ein faires Verfahren in der Praxis bedeutet.
Einstweiliger Rechtsschutz wirkt
Eine einstweilige Verfügung kann in manchen Fällen innerhalb weniger Tage, in der Regel innerhalb weniger Wochen ergehen. Der genaue Zeitrahmen hängt vom Einzelfall und der Dringlichkeit der Situation ab. Je stärker die Dringlichkeit — insbesondere wenn ein Lebensunterhalt vom Account abhängt — desto schneller kann das Verfahren voranschreiten.
Häufige Fragen zum Social Media Recht
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Reaction Videos- Welche Rechte habe ich ?
Reaction-Videos im Lichte des Urteils vom des LG Köln vom 29.08.2024 – Urheberrecht, Markenrecht und Konsequenzen für Creator Einleitung Reaction-Videos sind ein fester Bestandteil der modernen Netzkultur. Sie verbinden Unterhaltung, Meinungsäußerung und...
Landgericht Frankfurt (Oder) verurteilt META zur Freigabe des Instagram-Accounts unserer Mandantin
LG Frankfurt (Oder) verurteilt Meta den gewerblich genutzten Instagram-Account unserer Mandantin wiederherstellen. Eine wirksame Gerichtsstandsvereinbarung gemäß Art. 25 Abs. 1 EuGVVO bestünde zwischen den Parteien nicht. Jüdemann Rechtsanwälte erfolgreich vor dem LG...