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	<title>Filesharing Archives - Jüdemann Rechtsanwälte</title>
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	<description>Anwalt für Medien- und Urheberrecht in Berlin</description>
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	<title>Filesharing Archives - Jüdemann Rechtsanwälte</title>
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		<title>Landgericht Berlin lässt Zweifel an Täterschaft ausreichen (16 S 4/16)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2016 14:44:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rechtsanwalt Jüdemann vor dem Landgericht Berlin erfolgreich. Das Landgericht Berlin hat mit Urteil vom 8. November 2016 die Berufung der G &#38; G Media Foto-Film GmbH zurück gewiesen und ein Urteil des AG Charlottenburg bestätigt. Nach Ansicht des Landgerichts genügen bereits durchgreifende Zweifel an der Täterschaft (bei gleichzeitig gewichtigen Hinweisen auf die Tä­terschaft eines Dritten),da die Klägerin für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Rechtsanwalt Jüdemann vor dem Landgericht Berlin erfolgreich.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Das Landgericht Berlin hat mit Urteil vom 8. November 2016 die Berufung der G &amp; G Media Foto-Film GmbH zurück gewiesen und ein Urteil des AG Charlottenburg bestätigt. Nach Ansicht des Landgerichts genügen bereits durchgreifende Zweifel an der Täterschaft (bei gleichzeitig gewichtigen Hinweisen auf die Tä­terschaft eines Dritten),da die Klägerin für die Täterschaft des Beklagten darlegungs- und beweispflichtig sei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Urteil: </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Geschäftsnummer: 16 S 4/16_______   verkündet am:  08.11.2016</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=218%20C%20238/15" title="AG Berlin-Charlottenburg, 10.12.2015 - 218 C 238/15: Urheberrechtsverletzung im Internet durch ...">218 C 238/15</a> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Amtsgericht         ..</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Charlottenburg</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">In dem Rechtsstreit</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">der G &amp; G Media Foto-Film GmbH, vertreten d.d. Geschäftsführer &#8230;&#8230;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Klägerin und Berufungskiägerin,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&#8211; Prozessbevollmächtigte:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&#8230;.</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gegen</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">den &#8230;..</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Beklagten und Berufungsbeklag­ten,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&#8211; Prozessbevollmächtigte:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Rechtsanwälte Kai Jüdemann,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Welser Straße 10-12,10777 Berlin,-</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">hat die Zivilkammer 16 des Landgerichts Berlin in Berlin &#8211; Mitte, Littenstraße 12-17,10179 Berlin, auf die mündliche Verhandlung vom 29.09.2016 durch den Richter am Landgericht Oelschläger als Einzelrichter</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">für Recht erkannt:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil des Amtsgerichts Charlottenburg vom 10. De­zember 2015 &#8211; Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=218%20C%20238/15" title="AG Berlin-Charlottenburg, 10.12.2015 - 218 C 238/15: Urheberrechtsverletzung im Internet durch ...">218 C 238/15</a> &#8211; wird zurückgewiesen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Kosten des Berufungsverfahrens hat die Klägerin zu tragen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Revision wird nicht zugelassen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Gründe</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">I.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Bezüglich des Tatbestands wird gemäß <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/540.html" title="&sect; 540 ZPO: Inhalt des Berufungsurteils">§ 540 Abs. 1 ZPO</a> auf den Tatbestand des erstinstanzli­chen Urteils vom 10. Dezember 2015 verwiesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">II.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Das Amtsgericht hat die Klage zurecht abgewiesen, weil der Beklagte gemäß <a href="https://dejure.org/gesetze/UrhG/97.html" title="&sect; 97 UrhG: Anspruch auf Unterlassung und Schadensersatz">§ 97 Abs. 2 S. 3 UrhG</a> weder als Täter noch als Störer für die streitgegenständliche Urheberverletzung verantwort­lich ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Der Beklagte ist zunächst zur Überzeugung des Gerichts nicht Täter des rechtswidrigen File- Sharing über seinen Internetanschluss. Denn das Ergebnis der Beweisaufnahme vor dem Amts­gericht hat die der Klägerin jedenfalls konkludent unterstellte Behauptung, dass &#8211; aufgrund der Täterschaft des Beklagten &#8211; kein Dritter Täter sei, offensichtlich nicht bestätigt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"> Vielmehr deutet umgekehrt, die Tatsache, dass sich der Zeuge &#8230; bei seiner Vernehmung vor dem Amtsge­richt auf sein Zeugnisverweigerungsrecht gemäß <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/384.html" title="&sect; 384 ZPO: Zeugnisverweigerung aus sachlichen Gr&uuml;nden">§ 384 Abs. 1 ZPO</a> berufen hat, klar darauf hin, dass er &#8211; und nicht der Beklagte &#8211; im vorliegenden Fall für das rechtswidrige File-Sharing verant­wortlich war. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Das muss im vorliegenden Rechtsstreit nicht abschließend entschieden werden. Da die Klägerin für die Täterschaft des Beklagten darlegungs- und beweispflichtig ist, genügen bereits durchgreifende Zweifel an dieser Täterschaft (bei gleichzeitig gewichtigen Hinweisen auf die Tä­terschaft eines Dritten), was hier aufgrund des Ergebnisses der Beweisaufnahme ohne weiteres anzunehmen ist. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Vor diesem Hintergrund kann dahingestellt bleiben, ob der Beklagte auch ur­sprünglich seiner sekundären Darlegungslast Genüge getan hatte, was angesichts der Tatsache, dass er erst auf konkrete Nachfrage des Gerichts seine Mitbewohner mit Namen und ladungsfähi­ger Anschrift benannt hatte, durchaus zweifelhaft ist. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Denn diese Problematik ist angesichts der Tatsache, dass die dann erfolgte Beweisaufnahme eindeutige Anhaltspunkte für die Täterschaft des Mitbewohners ergeben hat, nunmehr überholt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Der Beklagte ist aber auch nicht nach den Grundsätzen der Störerhaftung für die Urheberrechts­verletzung verantwortlich, was jedenfalls seine Verpflichtung zur Zahlung der Abmahnkosten be­gründen würde. Denn eine solche Haftung wäre nur dann gegeben, wenn der Beklagte Beleh­rungspflichten gegenüber seinen WG-Mitbewohnern hinsichtlich der Verwendung des gemeinsam genutzten Internetanschlusses verletzt hätte. Das ist aber nicht der Fall. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Denn nach der Recht­sprechung des Bundesgerichtshofes ist der Inhaber eines Internetanschlusses ohne konkrete An­haltspunkte für eine bereits begangene oder bevorstehende Urheberrechtsverletzung grundsätz­lich nicht verpflichtet, volljährige Mitglieder seiner Wohngemeinschaft &#8211; ebenso wie seine volljähri­gen Besucher und Gäste -, denen er das Passwort für seinen Internetanschluss zur Verfügung stellt, über die Rechtswidrigkeit einer Teilnahme an Tauschbörsen aufzuklären und ihnen die rechtswidrige Nutzung entsprechender Programme zu untersagen (BGH Urteil vom 12. Mai 2016 zum Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2086/15" title="I ZR 86/15 (2 zugeordnete Entscheidungen)">I ZR 86/15</a> <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202016,%2018341" title="BGH, 12.05.2016 - I ZR 86/15: Haftung wegen Teilnahme an Internet-Tauschb&ouml;rsen">BeckRS 2016, 18341</a>).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Nebenentscheidungen folgen aus <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/97.html" title="&sect; 97 ZPO: Rechtsmittelkosten">§§ 97 Abs. 1</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/708.html" title="&sect; 708 ZPO: Vorl&auml;ufige Vollstreckbarkeit ohne Sicherheitsleistung">708 Nr. 10</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/711.html" title="&sect; 711 ZPO: Abwendungsbefugnis">711</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/713.html" title="&sect; 713 ZPO: Unterbleiben von Schuldnerschutzanordnungen">713</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/543.html" title="&sect; 543 ZPO: Zulassungsrevision">543 ZPO</a>.</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Oelschläger</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ausgefertigt</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ZP 550</span></p>
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		<title>EuGH zur angemessenen Vergütung beim Verleih von E-Books (C-174/15)</title>
		<link>https://ra-juedemann.de/eugh-zur-angemessenen-verguetung-beim-verleih-von-e-books-c-17415/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2016 08:37:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Der Verleih von E-Books ist ohne Einwilligung der Verlage nicht möglich. In den Niederlanden ist dies ähnlich. Der EuGH hat aktuell entschieden, dass das Verleihen elektronischer Bücher unter bestimmten Voraussetzungen dem Verleihen herkömmlicher Bücher gleichgestellt werden kann. Dies soll in Fällen der &#8222;one-copy-one-user&#8220; Lizenz möglich sein. Dies heisst, dass von einem vorhandenen Exemplar immer nur [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Der Verleih von E-Books ist ohne Einwilligung der Verlage nicht möglich. In den Niederlanden ist dies ähnlich. Der EuGH hat aktuell entschieden, dass das Verleihen elektronischer Bücher unter bestimmten Voraussetzungen dem Verleihen herkömmlicher Bücher gleichgestellt werden kann. Dies soll in Fällen der &#8222;one-copy-one-user&#8220; Lizenz möglich sein. Dies heisst, dass von einem vorhandenen Exemplar immer nur eine Kopie erstellt werden kann &#8211; multiple Vervielfältigungen also nicht zulässig sind. Nach Ablauf der Leihfrist verfällt die  Möglichkeit der Nutzung.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Die Pressemeldung:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Urteil in der Rechtssache <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C-174/15" title="C-174/15 (2 zugeordnete Entscheidungen)">C-174/15</a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Vereniging Openbare Bibliotheken / Stichting Leenrecht</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">&#8212;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Das Verleihen elektronischer Bücher (E-Books) kann unter bestimmten  </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Voraussetzungen dem Verleihen herkömmlicher Bücher gleichgestellt werden</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">In diesem Fall findet die Ausnahme für das öffentliche Verleihwesen Anwendung, die u. a. eine  </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">angemessene Vergütung für die Urheber vorsieht</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">In den Niederlanden fällt das Verleihen von E-Books nicht unter die Regelung, die für das </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">öffentliche Verleihen herkömmlicher Bücher gilt. Zurzeit stellen die öffentlichen Bibliotheken </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">E-Books über das Internet auf der Grundlage von Lizenzvereinbarungen mit den Rechtsinhabern </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">zur Verfügung.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Die Vereniging Openbare Bibliotheken (VOB) – ein Verband, in dem alle öffentlichen Bibliotheken  </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">in den Niederlanden zusammengeschlossen sind – ist der Ansicht, dass die Regelung für </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">herkömmliche Bücher auch für das Verleihen von E-Books gelten müsse. Vor diesem Hintergrund </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">erhob sie gegen die Stichting Leenrecht – eine Stiftung, die mit der Erhebung der </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Urhebervergütung betraut ist – eine entsprechende Feststellungsklage. Die Klage der VOB betrifft </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">das nach dem „One-copy-one-user“-Modell organisierte Verleihen, bei dem eine digitale Buchkopie </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">in der Form verliehen wird, dass diese Kopie auf dem Server einer öffentlichen Bibliothek abgelegt </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">und es dem Nutzer ermöglicht wird, diese durch Herunterladen auf seinem eigenen Computer zu </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">reproduzieren, wobei nur eine einzige Kopie während der Leihfrist heruntergeladen werden kann </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">und der Nutzer nach Ablauf der Leihfrist die von ihm heruntergeladene Kopie nicht mehr nutzen </span><br />
<span style="font-size: 12pt; color: #000000;">kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Die Rechtbank Den Haag (Bezirksgericht Den Haag), bei dem die Feststellungsklage anhängig ist,  </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">ist der Ansicht, dass die Entscheidung über die Anträge der VOB von der Auslegung </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">unionsrechtlicher Vorschriften abhängt, und hat dem Gerichtshof mehrere Fragen zur </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Vorabentscheidung vorgelegt. Eine Richtlinie der Union aus dem Jahr 2006, die u. a. das Vermiet-</span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">und Verleihrecht in Bezug auf Bücher behandelt1, sieht nämlich vor, dass das ausschließliche </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Recht, das Vermieten oder Verleihen eines Buchs zu erlauben oder zu verbieten, dem Urheber </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">des Werks zusteht. Die Mitgliedstaaten können jedoch hinsichtlich des öffentlichen Verleihwesens </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Ausnahmen von diesem ausschließlichen Recht vorsehen, sofern zumindest die Urheber eine </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">angemessene Vergütung erhalten. Damit stellt sich die Frage, ob diese Ausnahme auch auf das </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Verleihen von E-Books nach dem „One-copy-one-user“-Modell Anwendung findet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">In seinem heutigen Urteil stellt der Gerichtshof zunächst fest, dass es keinen zwingenden Grund </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">dafür gibt, das Verleihen von digitalen Kopien und von unkörperlichen Gegenständen in jedem Fall </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">vom Anwendungsbereich der Richtlinie auszuschließen. Diese Schlussfolgerung wird im Übrigen </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">durch das mit der Richtlinie verfolgte Ziel gestützt, wonach das Urheberrecht an neue </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">wirtschaftliche Entwicklungen angepasst werden muss. Außerdem liefe ein vollständiger </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Ausschluss des digitalen Verleihens vom Anwendungsbereich der Richtlinie dem allgemeinen </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Grundsatz zuwider, der ein hohes Schutzniveau für die Urheber vorschreibt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Sodann prüft der Gerichtshof, ob das öffentliche Verleihen einer digitalen Buchkopie nach dem </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">„One-copy-one-user“-Modell unter Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie fallen kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Insoweit stellt der Gerichtshof fest, dass sich in Anbetracht der Bedeutung des öffentlichen </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Verleihens von E-Books und zur Wahrung sowohl der praktischen Wirksamkeit der Ausnahme für </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">das öffentliche Verleihwesen nach Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie als auch des Beitrags dieser </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Ausnahme zu kulturpolitischen Zielsetzungen nicht ausschließen lässt, dass Art. 6 Abs. 1 der </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Richtlinie auch für den Fall gilt, dass die Handlung einer für die Öffentlichkeit zugänglichen </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Bibliothek, namentlich im Hinblick auf die in Art. 2 Abs. 1 Buchst. b dieser Richtlinie aufgestellten </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Voraussetzungen, Merkmale aufweist, die im Wesentlichen mit denen des Verleihens gedruckter </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Werke vergleichbar sind. Dies ist beim Verleihen einer digitalen Buchkopie nach dem „One-copy-</span><br />
<span style="font-size: 12pt; color: #000000;">one-user“-Modell der Fall.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Dem Gerichtshof zufolge erfasst der Begriff des „Verleihens“ im Sinne der Richtlinie daher auch </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">diese Verleihform.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Der Gerichtshof weist außerdem darauf hin, dass die Mitgliedstaaten zusätzliche Voraussetzungen </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">festlegen dürfen, die geeignet sind, den Schutz der Rechte der Urheber über die ausdrücklichen </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Vorgaben der Richtlinie hinaus zu verbessern. Im vorliegenden Fall verlangen die </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">niederländischen Rechtsvorschriften, dass die von der öffentlichen Bibliothek zur Verfügung </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">gestellte digitale Kopie eines Buches durch einen Erstverkauf oder eine andere erstmalige </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Eigentumsübertragung dieser Kopie in der Union vom Inhaber des Verbreitungsrechts oder mit </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">dessen Zustimmung in den Verkehr gebracht worden sein muss. Eine derartige zusätzliche </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Voraussetzung ist nach Auffassung des Gerichtshofs als mit Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 2006/115 </span><br />
<span style="font-size: 12pt; color: #000000;">vereinbar anzusehen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Für den Fall, dass eine digitale Buchkopie aus einer illegalen Quelle stammt, weist der Gerichtshof </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">darauf hin, dass eines der Ziele dieser Richtlinie die Bekämpfung von Piraterie ist und dass, wenn </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">eine solche Kopie zugelassen würde, den Inhabern des Urheberrechts dadurch ein nicht </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">gerechtfertigter Schaden zugefügt werden könnte. Die Ausnahme für das öffentliche Verleihwesen </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">findet somit auf die Zurverfügungstellung einer digitalen Kopie eines Buches durch eine öffentliche </span><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">Bibliothek keine Anwendung, wenn diese Kopie aus einer illegalen Quelle stammt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; color: #000000;">&#8212;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&amp;docid=185250&amp;pageIndex=0&amp;doclang=de&amp;mode=lst&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=1036267"><span style="color: #008000; font-size: 12pt;">Link zur Entscheidung des EuGH</span></a></p>
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		<title>LG Braunschweig: Vortrag zu Nutzungsmöglichkeiten reicht  (9 S 60/16 (3))</title>
		<link>https://ra-juedemann.de/lg-braunschweig-vortrag-zu-nutzungsmoeglichkeiten-reicht-9-s-6016-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2016 14:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[markenrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Medienrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rechtsanwalt Jüdemann erneut erfolgreich in einem File-Sharing Verfahren: Nach Ansicht des Landgerichts Braunschweig gehe es bei der sekundären Darlegungslast  entgegen der zum Teil verwendeten Terminologie nicht um die Widerlegung oder Erschütterung der tatsächlichen Vermutung, sondern um die Frage, ob die Voraussetzungen, unter denen die tatsächliche Vermutung eingreift, vorliegen oder dies nicht der Fall ist. Im Rahmen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Rechtsanwalt Jüdemann erneut erfolgreich in einem File-Sharing Verfahren:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Nach Ansicht des Landgerichts Braunschweig gehe es bei der sekundären Darlegungslast  entgegen der zum Teil verwendeten Terminologie nicht um die Widerlegung oder Erschütterung der tatsächlichen Vermutung, sondern um die Frage, ob die Voraussetzungen, unter denen die tatsächliche Vermutung eingreift, vorliegen oder dies nicht der Fall ist. Im Rahmen dieser sekundären Darlegungslast habe der jeweilige Beklagte zumindest vorzutragen, ob er den fraglichen Anschluss alleine nutzt bzw. welche Familienangehörigen, Bekannte oder Dritte ebenfalls zur Nutzung des Anspruchs in der Lage waren bzw. gewesen sein könnten. Da die sekundäre Darlegungslast nicht zu einer Umkehr der Beweislast führe genüge insoweit auf dieser Ebene der sekundären Darlegungslast zunächst der substantiierte Vortrag des jeweiligen Beklagten zu den Mitbenutzungsmöglichkeiten Dritter, insbesondere dazu, welche Personen mit Rücksicht auf Nutzerverhalten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie in zeitlicher Hinsicht Gelegenheit hatten, die fragliche Verletzungshandlung ohne Wissen und Zutun des Anschlussinhabers zu begehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;">Landgericht Braunschweig</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Geschäfts-Nr.: <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=9%20S%2060/16" title="LG Braunschweig, 19.10.2016 - 9 S 60/16">9 S 60/16</a> (3)</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=117%20C%201768/15" title="AG Braunschweig, 12.01.2016 - 117 C 1768/15">117 C 1768/15</a> Amtsgericht Braunschweig</span><br />
<span style="color: #000000;"> Telepool GmbH &#8230;.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">&#8230;.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Klägerin und Berufungsklägerin</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Prozessbevollmächtigte: Rechtsanw. Baumgarten und Partner</span></p>
<p><span style="color: #000000;">10117 Berlin,</span></p>
<p><span style="color: #000000;">&#8230;.</span><br />
<span style="color: #000000;"> gegen</span></p>
<p><span style="color: #000000;">&#8230;..</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Beklagte und Berufungsbeklagte</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Prozessbevollmächtigte: Rechtsanw. Jüdemann Rechtsanwälte, Schlüterstraße 37, 10629 Berlin,</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Geschäftszeichen: 81/16 KJ01</span><br />
<span style="color: #000000;"> wegen Schadensersatz nach Urheberrechtsverletzung („Filesharing“)</span></p>
<p><span style="color: #000000;">hat die 9. Zivilkammer des Landgerichts Braunschweig auf die mündliche Verhandlung vom 19.10.2016 durch</span></p>
<p><span style="color: #000000;">den Vorsitzenden Richter am Landgericht Dr. Meyer, die Richterin am Landgericht Block-Cavallaro und den Richter am Landgericht Willers</span></p>
<p><span style="color: #000000;">für Recht erkannt:</span></p>
<p><span style="color: #000000;">1.    Die Berufung der Klägerin und Berufungsklägerin gegen das Urteil des Amtsgerichts Braunschweig (<a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=117%20C%201768/15" title="AG Braunschweig, 12.01.2016 - 117 C 1768/15">117 C 1768/15</a>) vom 12.01.2016 wird zurückgewiesen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">2.    Die Klägerin und Berufungsklägerin trägt die Kosten des Berufungsrechtszuges.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">3.    Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">4.    Die Revision wird nicht zugelassen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">5. Der Streitwert wird für den Berufungsrechtszug auf 955,60 € festgesetzt.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Gründe:</span></p>
<p><span style="color: #000000;">I.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin verlangt von der Beklagten Schadensersatz für eine Urheberrechtsverletzung durch Nutzung einer Tauschbörse im Internet (sogenanntes „Filesharing“) sowie Erstattung von vorprozessual entstandenen Rechtsanwaltskosten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin beruft sich auf und nimmt für sich in Anspruch die &#8211; von der Beklagten bestrittenen &#8211; ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an dem Film „Baby on Board“. Die Klägerin erwirkte beim Landgericht Köln einen Gestattungsbeschluss gemäß <a href="https://dejure.org/gesetze/UrhG/101.html" title="&sect; 101 UrhG: Anspruch auf Auskunft">§101 Abs. 9 UrhG</a> (Anlage K3). Auf dessen Basis erstattete die deutsche Telekom mit Schreiben vom 15.02.2010 Auskunft, wonach die ermittelte IP-Adresse im behaupteten Tatzeitpunkt der Beklagten zuzuordnen war. Die Klägerin mahnte die Beklagte wegen einer behaupteten Urheberrechtsverletzung am 17.12.2009 um 21:23:50 Uhr ab.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin hat behauptet, von der IP-Adresse, die zum Zeitpunkt des behaupteten Verstoßes dem Internetanschluss der Beklagten zugeordnet gewesen sei, sei der genannte Film im Rahmen einer Tauschbörse anderen Nutzern zum Download angeboten worden. Dies sei mittels einer Software namens „Observer“ festgestellt worden. Es habe sich um eine funktionsfähige Version des Films gehandelt. Die Beklagte sei für das Anbieten der Datei zum Download als Täterin verantwortlich (Beweis: Parteivernehmung der Beklagten).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin hat insofern die Auffassung vertreten, dass eine tatsächliche Vermutung dafür bestehe, dass die Beklagte als Anschlussinhaberin als Täterin für über ihren Anschluss begangene Rechtsverletzungen verantwortlich sei. Der Vortrag der Beklagten genüge nicht den vom Bundesgerichtshof geforderten Anforderungen an die sogenannte sekundäre Darlegungslast.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Beklagte hat bestritten, dass die Software „Observer“ ordnungsgemäß funktioniere. Sie sei für die behauptete Rechtsverletzung nicht verantwortlich. Sie selbst sei am behaupteten Tattag nicht zu Hause gewesen. Ihr Lebensgefährte, Herr &#8230;. sei zu Hause gewesen. Es bestehe die Vermutung, dass er der Täter sei. Dies habe dieser jedoch verneint. Der Anschluss sei WPA2-gesichert und mit einem individuellen, aus Buchstaben, Zahlen und Zeichen bestehenden Passwort versehen gewesen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Beklagte hat die Einrede der Verjährung erhoben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin hatte die Beklagte mit Schreiben vom 26.07.2010 (Anlage K9) abgemahnt. Sie hatte am 27.12.2013 einen Mahnbescheid beantragt, der am 02.01.2014 erlassen worden war. Innerhalb von sechs Monaten nach der entsprechenden Zahlungsaufforderung hatte die Klägerin am 09.07.2014 den Kostenvorschuss eingezahlt. Die Abgabe an das Streitgericht war am 15.07.2015 erfolgt. Die Anspruchsbegründung datiert vom 09.01.2015 und ist nach einem handschriftlichen Vermerk am 13.01.2015 per Fax versandt worden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Wegen der weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstandes erster Instanz sowie der dort gestellten Anträge wird auf den Tatbestand des erstinstanzlichen Urteils Bezug genommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Das Amtsgericht Braunschweig hat am 11.09.2015 ein klageabweisendes Versäumnisurteil verkündet. Nach fristgerechtem Einspruch der Klägerin hat das Amtsgericht Braunschweig dieses Versäumnisurteil mit Urteil vom 12.01.2016 aufrechterhalten und der Klägerin die weiteren Kosten des Rechtsstreits auferlegt. Zur Begründung hat es ausgeführt, dass während des dokumentierten Zeitraums von lediglich einer einzelnen Sekunde kein Upload eines hinreichend großen Stücks der Filmdatei &#8211; eines sogenannten Chunks &#8211; möglich sei. Darüber hinaus bestünden auch durchgreifende Zweifel, dass der ermittelte Hashwert eine verlässliche Aussage dazu treffe, dass es sich bei der angebotenen Datei um eine vollständige Version des Films handelte. Ferner seien erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Funktionsweise der eingesetzten Software begründet.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Zu den weiteren Einzelheiten des amtsgerichtlichen Urteils wird auf dieses Bezug genommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Gegen das den Prozessbevollmächtigten der Klägerin am 16.01.2016 zugestellte Urteil hat die Klägerin mit dem per Telefax beim Landgericht Braunschweig am 15.02.2016 eingegangenen Schriftsatz Berufung eingelegt und diese nach Verlängerung der</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Berufungsbegründungsfrist bis zum 15.04.2016 mit Schriftsatz vom 11.03.2016, eingegangen beim Landgericht Braunschweig am 30.03.2016, begründet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin wiederholt und vertieft in der Berufungsinstanz ihr erstinstanzliches Vorbringen. Der Hashwert erlaube eine eindeutige Identifizierung eines Werks. Es genüge für die Annahme einer Urheberrechtsverletzung, dass ein Teil eines urheberrechtlich geschützten Werkes zum Download angeboten werde. Die Software arbeite zuverlässig, was die Klägerin auch bereits in erster Instanz unter Beweis gestellt habe.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Die Klägerin beantragt,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">das Versäumnisurteil des Amtsgerichts Braunschweig vom 11.09.2015 aufzuheben und die Beklagte zu verurteilen, an die Klägerin 955,60 € nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit Rechtshängigkeit zu zahlen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Beklagte beantragt,</span></p>
<p><span style="color: #000000;">die Berufung zurückzuweisen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Beklagte verteidigt das erstinstanzliche Urteil.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Im Rahmen der mündlichen Verhandlung am 19.10.2016 ist die Beklagte zunächst angehört und sodann als Partei vernommen worden. Wegen des Ergebnisses dieser Beweisaufnahme wird Bezug genommen auf das Protokoll vom 19.10.2016, Blatt 163 bis 165 der Akte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Wegen des weiteren rechtlichen und tatsächlichen Vorbringens der Parteien wird Bezug genommen auf die jeweiligen Schriftsätze der Parteienvertreter nebst Anlagen sowie das Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 19.10.2016.</span><br />
<span style="color: #000000;"> II.</span><br />
<span style="color: #000000;"> 1.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Die Berufung war zulässig, wurde insbesondere form- und fristgemäß eingereicht und begründet. Sie hat allerdings in der Sache letztlich keinen Erfolg.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Das Amtsgericht Braunschweig hat die Klage im Ergebnis zu Recht abgewiesen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin hat keinen Anspruch gegen die Beklagte auf Zahlung von Schadensersatz sowie Erstattung vorprozessual entstandener Rechtsanwaltskosten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">a).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin hat keinen Anspruch auf Erstattung der vorprozessualen Rechtsanwaltskosten für die Abmahnung. Ein solcher Anspruch setzt voraus, dass die Abmahnung berechtigt war und dem Abmahnenden gegenüber dem Abgemahnten im Zeitpunkt der Abmahnung ein Unterlassungsanspruch zustand (BGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202014,%20657" title="BGH, 08.01.2014 - I ZR 169/12: BearShare - Zur Haftung f&uuml;r illegales Filesharing vollj&auml;hriger F...">GRUR 2014, 657</a> &#8211; Bearshare). Dies ist hier jedoch nicht der Fall. Zwar geht die Kammer &#8211; vor dem Hintergrund des Synchronisationsvertrags (Anlage K5) und dem Copyright-Vermerk auf dem DVD-Cover (Anlage K6) &#8211; von der Aktivlegitimation der Klägerin aus.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Beklagte haftet aber weder als Täter oder Teilnehmer noch als Störer für die behauptete Rechtsverletzung.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">aa)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Beklagte haftet insbesondere nicht als Täterin der von der Klägerin behaupteten Rechtsverletzung. Der Klägerin ist der Nachweis, dass die Beklagte für die Rechtsverletzung als Täterin verantwortlich ist, nicht gelungen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Dabei kann dahinstehen, ob die Ermittlung des Anschlusses der Beklagten fehlerfrei erfolgte. Denn jedenfalls ist nicht nachgewiesen, dass die Beklagte für die Begehung der Rechtsverletzung verantwortlich ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin ist nach allgemeinen Beweisgrundsätzen zunächst beweispflichtig für die behauptete Rechtsverletzung durch die Beklagte. Denn es ist grundsätzlich Sache des Rechteinhabers darzulegen und nachzuweisen, dass der jeweilige Beklagte Täter oder Teilnehmer der behaupteten Urheberrechtsverletzung ist (BGH, Urteil vom 15.11.2012, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2074/12" title="BGH, 15.11.2012 - I ZR 74/12: Morpheus - Zur Haftung von Eltern f&uuml;r illegales Filesharing ihrer...">I ZR 74/12</a> &#8211; Morpheus, Rn. 32; BGH, Urteil vom 08.01.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20169/12" title="BGH, 08.01.2014 - I ZR 169/12: BearShare - Zur Haftung f&uuml;r illegales Filesharing vollj&auml;hriger F...">I ZR 169/12</a> -Bearshare, Rn. 14; BGH, Urteil vom 12.05.2016,1 ZR 48/15 &#8211; Everytime we touch Rn. 32).</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Dieser Nachweis ist der Klägerin hier nicht gelungen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Zwar spricht eine tatsächliche Vermutung dafür, dass eine Person für die Rechtsverletzung verantwortlich ist, wenn ein urheberrechtlich geschütztes Werk oder eine urheberrechtliche geschützte Leistung der Öffentlichkeit von einer IP-Adresse aus zugänglich gemacht wird, die zum fraglichen Zeitpunkt dieser Person zugeteilt ist (BGH &#8211; Morpheus, Rn. 32; BGH, Urteil vom 12.05.2010, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20121/08" title="BGH, 12.05.2010 - I ZR 121/08: Sommer unseres Lebens">I ZR 121/08</a> &#8211; Sommer unseres Lebens, Rn. 12). Diese tatsächliche Vermutung greift aber nur dann ein, wenn es sich bei dem Anschlussinhaber um den alleinigen Nutzer des Anschlusses handelt, also nicht in Fällen, in denen Familienangehörige oder Bekannte des Anschlussinhabers bzw. unberechtigte Dritte als Täter der Rechtsverletzung in Betracht kommen (BGH &#8211; Bearshare, Rn. 15; BGH &#8211; Everytime we touch Rn. 32). Das Eingreifen der tatsächlichen Vermutung der Täterschaft der Beklagten, auf die die Klägerin ihre Rechtsauffassungen maßgeblich stützt, würde also voraussetzen, dass die Klägerin darlegt und unter Beweis stellt, dass die Beklagte im Zeitpunkt der behaupteten Rechtsverletzung alleiniger Anschlussnutzer ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Da die Klägerin als Rechteinhaberin nicht weiß und nicht wissen kann, ob es sich jeweils um einen Ein- oder Mehrpersonenhaushalt handelt bzw. ob Bekannte des jeweiligen Anschlussinhabers berechtigt oder Dritte unberechtigt zur Nutzung des Anspruchs in der Lage waren, weil diese Umstände allein in der Sphäre des jeweiligen Beklagten spielen, wäre ein entsprechender Vortrag der Klägerin unmöglich bzw. würde denknotwendig einen bloßen Vortrag ins Blaue hinein darstellen. Vor diesem Hintergrund trifft den jeweiligen Beklagten bereits bei der Frage, ob die Voraussetzungen für die tatsächliche Vermutung vorliegen oder nicht, eine sekundäre Darlegungslast (vgl. dazu auch BGH &#8211; Sommer unseres Lebens, Rn. 12; BGH &#8211; Bearshare, Rn. 16/17; BGH &#8211; Everytime we touch Rn. 33). Entgegen der zum Teil verwendeten Terminologie geht es dabei nach Auffassung der Kammer nicht um die Widerlegung oder Erschütterung der tatsächlichen Vermutung, sondern um die Frage, ob die Voraussetzungen, unter denen die tatsächliche Vermutung eingreift, vorliegen oder dies nicht der Fall ist. Im Rahmen dieser sekundären Darlegungslast hat der jeweilige Beklagte zumindest vorzutragen, ob er den fraglichen Anschluss alleine nutzt bzw. welche Familienangehörigen, Bekannte oder Dritte ebenfalls zur Nutzung des Anspruchs in der Lage waren bzw. gewesen sein könnten (vgl. dazu BGH &#8211; Bearshare, Rn. 18). Da die sekundäre Darlegungslast nicht zu einer Umkehr der Beweislast führt (so explizit BGH &#8211; Bearshare, Rn. 18 und jüngst auch BGH &#8211; Everytime we touch Rn. 33), genügt insoweit auf dieser Ebene der sekundären Darlegungslast zunächst der substantiierte Vortrag des jeweiligen Beklagten zu den Mitbenutzungsmöglichkeiten Dritter, insbesondere dazu, welche Personen mit Rücksicht auf Nutzerverhalten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie in zeitlicher Hinsicht Gelegenheit hatten, die fragliche Verletzungshandlung ohne Wissen und Zutun des Anschlussinhabers zu begehen (BGH &#8211; Everytime we touch Rn. 34).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Dabei ist der jeweilige Beklagte im Rahmen der sekundären Darlegungslast im Rahmen des Zumutbaren auch zu Nachforschungen verpflichtet (BGH &#8211; Bearshare, Rn. 18). Nach Auffassung der Kammer genügt es vor diesem Hintergrund im Rahmen der sekundären Darlegungslast nicht, dass der jeweilige Beklagte schlicht behauptet, nicht im Einzelnen benannte Dritte oder Familienmitglieder hätten den Anschluss mitbenutzen dürfen; gleiches gilt für die nicht auf besondere Tatsachen gestützte Behauptung bzw. Vermutung, Dritte hätten den Anschluss unberechtigt genutzt, also „gehackt“. Vielmehr ist es nach Auffassung der Kammer im Rahmen der Nachforschungspflicht und Darlegungslast zumindest zu fordern, dass der jeweilige Beklagte die Familienmitglieder, die den Anschluss im Zeitpunkt der behaupteten Rechtsverletzung regelmäßig mitbenutzt haben, ermittelt und namentlich benennt. Der vom BGH postulierten Nachforschungspflicht genügt der jeweilige Beklagte insoweit dadurch, dass er &#8211; soweit ihm dies nicht ohnehin bekannt ist &#8211; sämtliche Familienangehörigen ermittelt, die den Anschluss mitbenutzt haben und diese namentlich benennt. Auch etwaige Zugriffsmöglichkeiten durch unbefugte Dritte muss der jeweilige Beklagte zumindest konkret darlegen, insbesondere unter Angabe der genutzten Hardware und der Art und Weise der zur Tatbegehung genutzten Verschlüsselung des WLANs bzw. des Routers. Jedenfalls überspannt wäre es nach Auffassung der Kammer jedoch zu verlangen, dass der jeweilige Beklagte den Täter der Rechtsverletzung ermittelt und diesen namentlich benennt. Es sind auch weder die Computer auf Filesharing-Software zu untersuchen noch ist ein konkreter Vortrag zu den An- bzw. Abwesenheitszeiten des Anschlussinhabers und der benannten Mitbenutzer im genauen Zeitpunkt der Rechtsverletzung erforderlich. Letzteres folgt bereits aus dem Umstand, dass die Nutzung einer Filesharing-Software keine</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Anwesenheit am Computer voraussetzt (vgl. dazu auch BGH &#8211; Everytime we touch Rn. 54).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Etwas anderes folgt auch nicht aus dem Umstand, dass der Bundesgerichtshof in seiner Bearshare-Entscheidung hinsichtlich des Bestehens einer Nachforschungspflicht in Randnummer 18 am Ende die Entscheidungen des Oberlandesgerichts Köln vom 16.05.2012 (<a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20U%20239/11" title="6 U 239/11 (2 zugeordnete Entscheidungen)">6 U 239/11</a>), des Oberlandesgerichts Hamm vom 27.10.2011 (<a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=22%20W%2082/11" title="OLG Hamm, 27.10.2011 - 22 W 82/11: Kostenentscheidung nach Erledigung eines einstweiligen Verf&uuml;...">22 W 82/11</a>) und des Landgerichts München I vom 22.03.2013 (<a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=21%20S%2028809/11" title="LG M&uuml;nchen I, 22.03.2013 - 21 S 28809/11: Zur Entkr&auml;ftung der tats&auml;chlichen Vermutung und zur s...">21 S 28809/11</a>) als „anderer Ansicht“ benennt. Denn die Einschätzung des Bundesgerichtshofs, dass diese Entscheidungen eine andere Ansicht als die des Bundesgerichtshofs darstellen, bezog sich ersichtlich nur auf den Teilaspekt des Bestehens der Nachforschungspflichten als solcher. Dies lässt sich zum einen daran erkennen, dass der Bundesgerichtshof die anderen Urteile lediglich als „insoweit“ anderer Ansicht bezeichnet hat. Zum anderen widerspräche die nach Auffassung der Klägerin gebotene Auslegung der Ausführungen des Bundesgerichtshofs in seiner Bearshare-Entscheidung in Randnummer 18 am Ende &#8211; nämlich eine „Umkehrung“ der drei genannten Entscheidungen mit der Folge, dass der Anschlussinhaber zur Ermittlung und Benennung des Täters verpflichtet wäre &#8211; den eigenen Ausführungen des Bundesgerichtshofs in seiner Bearshare-Entscheidung unter der gleichen Randnummer. Dort hat der Bundesgerichtshof unmissverständlich ausgeführt (Hervorhebungen im Original nicht vorhanden):</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">„Die sekundäre Darlegungslast führt weder zu einer Umkehr der Beweislast noch zu einer über die prozessuale Wahrheitspflicht und Erklärunaslast (<a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/138.html" title="&sect; 138 ZPO: Erkl&auml;rungspflicht &uuml;ber Tatsachen; Wahrheitspflicht">§ 138 Abs. 1. 2 ZPO</a>) hinausaehenden Verpflichtung des Anschlussinhabers, dem Ansoruchsteller alle für seinen Prozesserfola benötigten Informationen zu verschaffen. Der Anschlussinhaber genügt seiner sekundären Darlegungslast also dadurch, dass er vorträai ob andere Personen und gegebenenfalls welche anderen Personen selbständigen Zugang zu seinem Intemetanschluss hatten und als Täter der Rechtsverletzungen in Betracht kommen.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Diese Auffassung der Kammer steht in Übereinstimmung mit den überwiegenden Entscheidungen verschiedener Gerichte nach Veröffentlichung der Bearshare- Entscheidung (LG Rostock, Urteil vom 31.01.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%200%201153/13" title="LG Rostock, 31.01.2014 - 3 O 1153/13: Pr&uuml;f- und Kontrollpflichten in Filesharing-F&auml;llen">3 0 1153/13</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MMR%202014,%20341" title="LG Rostock, 31.01.2014 - 3 O 1153/13: Pr&uuml;f- und Kontrollpflichten in Filesharing-F&auml;llen">MMR 2014, 341</a>; LG Potsdam, Urteil vom 08.01.2015, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%200%20252/14" title="2 0 252/14 (2 zugeordnete Entscheidungen)">2 0 252/14</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202015,%2001545" title="LG Potsdam, 08.01.2015 - 2 O 252/14: Urheberrechtsverletzung &uuml;ber famili&auml;ren Internetanschluss:...">BeckRS 2015, 01545</a>; LG Frankenthal, Urteil vom 30.09.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20O%20518/13" title="LG Frankenthal, 30.09.2014 - 6 O 518/13: Urheberrechtsverletzung im Internet: Anspruch eines Fi...">6 O 518/13</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2020829" title="LG Frankenthal, 30.09.2014 - 6 O 518/13: Urheberrechtsverletzung im Internet: Anspruch eines Fi...">BeckRS 2014, 20829</a>; AG Düsseldorf, Urteile vom 25.11.2014,          57C 1312/14, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2022658" title="AG D&uuml;sseldorf, 25.11.2014 - 57 C 1312/14: T&auml;tervermutung zu Lasten des Anschlussinhabers">BeckRS 2014, 22658</a> und vom 14.10.2014, 57C4661/13, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2020023" title="AG D&uuml;sseldorf, 14.10.2014 - 57 C 4661/13: Filesharing: Schadensersatz von 263,12 EUR bei Musika...">BeckRS 2014, 20023</a>; AG Berlin-Charlottenburg, Urteil vom 30.09.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=225%20C%20112/14" title="AG Berlin-Charlottenburg, 30.09.2014 - 225 C 112/14: Urheberrechtsverletzung durch Filesharing ...">225 C 112/14</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202015,%2001109" title="AG Berlin-Charlottenburg, 30.09.2014 - 225 C 112/14: Urheberrechtsverletzung durch Filesharing ...">BeckRS 2015, 01109</a>; AG Koblenz, Urteil vom 18.06.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=161%20C%20145/14" title="AG Koblenz, 18.06.2014 - 161 C 145/14: Haftung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen WLAN-Netzen">161 C 145/14</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2015122" title="AG Koblenz, 18.06.2014 - 161 C 145/14: Haftung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen WLAN-Netzen">BeckRS 2014, 15122</a>; AG Bielefeld, Urteile vom 06.03.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=42%20C%20368/13" title="AG Bielefeld, 06.03.2014 - 42 C 368/13: Zur sekund&auml;ren Darlegungslast bei Filesharing">42 C 368/13</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2006751" title="AG Bielefeld, 06.03.2014 - 42 C 368/13: Zur sekund&auml;ren Darlegungslast bei Filesharing">BeckRS 2014, 06751</a>, vom 04.09.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=42%20C%2045/14" title="AG Bielefeld, 04.09.2014 - 42 C 45/14: Haftung des Anschlussinhabers f&uuml;r Filesharing">42 C 45/14</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2018422" title="AG Bielefeld, 04.09.2014 - 42 C 45/14: Haftung des Anschlussinhabers f&uuml;r Filesharing">BeckRS 2014, 18422</a> vom 24.11.2014, 42 C16/14, BeckRS 2015, 01792 und vom 05.02.2015, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=42%20C%201001/14" title="AG Bielefeld, 05.02.2015 - 42 C 1001/14: Filesharing: Die Nachforschungspflicht eines Anschluss...">42 C 1001/14</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202015,%2005358" title="AG Bielefeld, 05.02.2015 - 42 C 1001/14: Filesharing: Die Nachforschungspflicht eines Anschluss...">BeckRS 2015, 05358</a>; AG Hamburg, Urteil vom 25.06.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20C%20293/13" title="AG Hamburg, 25.06.2014 - 6 C 293/13: Beweislast bei P2P-Urheberrechtsverletzungen">6 C 293/13</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,16700" title="AG Hamburg, 25.06.2014 - 6 C 293/13: Beweislast bei P2P-Urheberrechtsverletzungen">BeckRS 2014,16700</a>; AG Bochum, Urteil vom 16.04.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=67%20C%2057/14" title="AG Bochum, 16.04.2014 - 67 C 57/14: Anschlussinhaber muss Mitbewohner nicht benennen">67 C 57/14</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2018184" title="AG Bochum, 16.04.2014 - 67 C 57/14: Anschlussinhaber muss Mitbewohner nicht benennen">BeckRS 2014, 18184</a>; anderer Auffassung waren insoweit: LG München I, Urteile vom 09.07.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=21%20S%2026548/13" title="21 S 26548/13 (2 zugeordnete Entscheidungen)">21 S 26548/13</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MMR%202015,196" title="MMR 2015,196 (2 zugeordnete Entscheidungen)">MMR 2015,196</a> und vom 05.09.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=21%20S%2024208/13" title="LG M&uuml;nchen I, 05.09.2014 - 21 S 24208/13: Verpflichtung des Inhabers eines Internetanschlusses ...">21 S 24208/13</a>; AG München, Urteil vom 19.09.2014,<a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=111%20C%2025920/13" title="AG M&uuml;nchen, 19.09.2014 - 111 C 25920/13">111 C 25920/13</a>; AG Düsseldorf, Urteile vom 24.07.2014, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=57%20C%2015659/13" title="AG D&uuml;sseldorf, 24.07.2014 - 57 C 15659/13: Filesharing: Schadensersatz verj&auml;hrt in 3 Jahren">57 C 15659/13</a>, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BeckRS%202014,%2022659" title="AG D&uuml;sseldorf, 24.07.2014 - 57 C 15659/13: Filesharing: Schadensersatz verj&auml;hrt in 3 Jahren">BeckRS 2014, 22659</a> und vom 12.02.2015,    57 C 9379/14, BeckRS 2015, 04199). Eine frühere Entscheidung der Kammer (Urteil in der Sache <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=9%20S%20433/14" title="LG Braunschweig, 01.07.2015 - 9 S 433/14: Urheberrechtsverletzung durch Nutzung einer Tauschb&ouml;r...">9 S 433/14</a>, veröffentlicht etwa bei juris), in der diese Auffassung der Kammer dezidiert dargestellt wurde, hat der Bundesgerichtshof am 06.10.2016  bestätigt (<a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20154/15" title="I ZR 154/15 (2 zugeordnete Entscheidungen)">I ZR 154/15</a>; Entscheidungsgründe sind noch nicht veröffentlicht).</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Den so verstandenen Anforderungen an die Nachforschungspflicht und die sekundäre Darlegungslast hat die Beklagte hier genügt. Im Rahmen der Beweisaufnahme, die mangels weiterer von der Klägerin angebotener Beweismittel allein aus der Vernehmung der Beklagten als Partei bestand, hat sie glaubhaft dargelegt, dass ihr im gemeinsamen Haushalt lebender Lebensgefährte, Herrn xxx, den Internetanschlusses selbstständig mitbenutzt hat. Herr xx sei im Tatzeitpunkt alleine zu Hause gewesen und käme als Täter in Betracht. Auch hat die Beklagte vorgetragen und im Rahmen ihrer Vernehmung als Partei bekundet, dass sie ihren Lebensgefährten zum Vorwurf der Urheberrechtsverletzung befragt habe. Er habe angegeben, sich den Vorwurf ebenfalls nicht erklären zu können.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Vor diesem Hintergrund steht die Beklagte gerade nicht als alleinige Nutzerin des Internetanschlusses fest, so dass keine tatsächliche Vermutung für die Täterschaft der Beklagten eingreift.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Es oblag somit der Klägerin der Nachweis der Täterschaft der Beklagten (BGH &#8211; Morpheus, Rn. 34/35; BGH &#8211; Bearshare, Rn. 19/20; Dr. Sebastian Neurauter, Anm. zur Bearshare-Entscheidung, GRUR 2014, 660). Auch insofern trifft die Beklagte wiederum eine sekundäre Darlegungslast, der sie jedoch wie oben ausführlich dargelegt hinreichend nachgekommen ist. Der positive Vollbeweis der Täterschaft der Beklagten ist der Klägerin nicht gelungen. Sie hat für die behauptete Täterschaft der Beklagten über die Parteivernehmung hinaus auch keinen weiteren Beweis angeboten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">bb)</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Eine Haftung der Beklagten als Teilnehmerin ist weder von der Klägerin behauptet noch sonst ersichtlich.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">cc)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Auch eine Haftung der Beklagten als Störerin ist hier nicht ersichtlich. Der Anschluss der Beklagten war nach ihrem Vortrag und ihrer glaubhaften Aussage im Rahmen ihrer Vernehmung als Partei mittels einer individuellen WPA2-Verschlüsselung gesichert. Ein Verstoß gegen etwaige Belehrungs- und/oder Überwachungspflichten der Beklagten ist von der Klägerin nicht vorgetragen und auch ansonsten nicht ersichtlich. Insbesondere war sie nicht verpflichtet, ihren Lebensgefährten hinsichtlich der Internetnutzung zu belehren oder zu überwachen (vgl. dazu nur BGH, Urteil vom 12.05.2016, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2086/15" title="I ZR 86/15 (2 zugeordnete Entscheidungen)">I ZR 86/15</a> &#8211; Silver Linings Playbook Rn. 19 f.).</span></p>
<p><span style="color: #000000;">dd)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Da nach alledem bereits die Voraussetzungen für die Haftung der Beklagten dem Grunde nach nicht vorliegen bzw. von der Klägerin nicht bewiesen wurden, erübrigen sich Ausführungen zur Höhe der geltend gemachten Abmahnkosten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">b).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Klägerin hat, da ein Nachweis der täterschaftlichen Begehung der behaupteten Rechtsverletzung durch die Beklagte nicht gelungen ist (s.o. 1. a)), auch keinen Anspruch auf Zahlung von Schadensersatz. Auch insofern erübrigen sich daher Ausführungen zur Höhe des geltend gemachten Schadensersatzanspruchs.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">2.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Kostenentscheidung folgt aus <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/91.html" title="&sect; 91 ZPO: Grundsatz und Umfang der Kostenpflicht">§§ 91</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/97.html" title="&sect; 97 ZPO: Rechtsmittelkosten">97 Abs. 1 ZPO</a>.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">3.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Die Entscheidung zur vorläufigen Vollstreckbarkeit folgt aus <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/708.html" title="&sect; 708 ZPO: Vorl&auml;ufige Vollstreckbarkeit ohne Sicherheitsleistung">§§ 708 Nr. 10</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/711.html" title="&sect; 711 ZPO: Abwendungsbefugnis">711</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/713.html" title="&sect; 713 ZPO: Unterbleiben von Schuldnerschutzanordnungen">713 ZPO</a>.</span><br />
<span style="color: #000000;"> 4.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Die Revision war nicht zuzulassen. Nachdem die grundsätzlichen Fragen im Zusammenhang mit den dargestellten Rechtsauffassungen der Kammer durch den Bundesgerichtshof im Sinne einer Billigung geklärt sind (vgl. die oben genannte Entscheidung <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20154/15" title="I ZR 154/15 (2 zugeordnete Entscheidungen)">I ZR 154/15</a>), beruhte die Entscheidung letztlich auf dem Sachverhalt des hier zu beurteilenden Einzelfalls, insbesondere dem Vortrag der Beklagten zur Mitbenutzung des Anschlusses durch ihren Lebensgefährten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Dr. Meyer</span><br />
<span style="color: #000000;"> Block-Cavallaro</span><br />
<span style="color: #000000;"> Willers</span></p>
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		<title>Einstweilige Verfügung gegen den NDR wegen Aufnahmen in Panorama</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2016 10:12:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[anwalt presserecht berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[markenrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Medienrecht: Laut einer Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) hat das Landgericht Hamburg am 11. Oktober 2016 durch eine einstweilige Verfügung gegen den NDR entschieden, dass der Sender die unrechtmäßig auf dem Betrieb des Präsidenten des WLV gemachten Bilder und Videos nicht weiter verbreiten darf. Hintergrund waren Videoaufnahmen in einem Beitrag in der Sendung &#8222;Panorama&#8220; vom [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Medienrecht: Laut einer Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) hat das Landgericht Hamburg am 11. Oktober 2016 durch eine einstweilige Verfügung gegen den NDR entschieden, dass der Sender die unrechtmäßig auf dem Betrieb des Präsidenten des WLV gemachten Bilder und Videos nicht weiter verbreiten darf. Hintergrund waren Videoaufnahmen in einem Beitrag in der Sendung &#8222;Panorama&#8220; vom 22. September 2016, die Tierschutzaktivisten von ARIWA im Stall aufgenommen hatten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Unterlassungsantrag sei damit begründet, dass in dem betroffenen Betrieb keine Verstöße gegen den Tierschutz festzustellen seien, so der Verband</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle: WLV</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Fragen zum Presse- und Medienrecht ? Rufen Sie uns an.</span></p>
<p><span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://www.wlv.de/im_fokus/themen/dienstleistungen/28944.php"><span style="font-size: 12pt;">Link zur Pressemeldung</span></a></span></p>
<p>Medienrecht Berlin</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>KickassTorrents &#8211;  Festnahme des Betreibers in Polen</title>
		<link>https://ra-juedemann.de/kickasstorrents-festnahme-des-betreibers-in-polen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2016 12:26:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[File-Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laut einer aktuellen Meldung im Internet soll Aryom V, ein ukrainischer Staatsbürger und Betreiber der Seite KickassTorrents in Polen festgenommen worden sein. KickassTorrents ist die größte Piracy Seite im Internet. V. wird vorgeworfen, das illegale File-Sharing von Filmen, Musik und anderem Content im Wert von mehr als einer Milliarde USD ermöglicht zu haben. US Behörden haben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Laut einer aktuellen Meldung im Internet soll Aryom V, ein ukrainischer Staatsbürger und Betreiber der Seite KickassTorrents in Polen festgenommen worden sein. KickassTorrents ist die größte Piracy Seite im Internet. V. wird vorgeworfen, das illegale File-Sharing von Filmen, Musik und anderem Content im Wert von mehr als einer Milliarde USD ermöglicht zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">US Behörden haben ihn wegen des Vorwurfs der Urheberrechtsverletzung, Geldwäsche und anderer Straftatbestände mit internationalem Haftbefehl gesucht. KickassTorrents wurde in den letzten Jahren zur der größten Seite für illegales File-Sharing im Internet und belegt Platz 69 der meistbesuchten Seiten weltweit. Es scheint, als habe man den Aufenthaltsort von A. durch Daten festgestellt, die auf seine, ICloud Account lagen. Apple soll die Daten herausgegeben haben.</p>
<p>Fragen zum Urheberrecht und Filesharing</p>
<p>Anwalt Urheberrecht Berlin berät auch Sie.</p>
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		<title>AG Potsdam &#8211; Keine tatsächliche Vermutung gegen Nutzer</title>
		<link>https://ra-juedemann.de/ag-potsdam-keine-tatsaechliche-vermutung-gegen-nutzer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 11:27:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[File-Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Medienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[RKA abmahnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Amtsgericht Potsdam hat in einer aktuellen File-Sharing Sache der Koch Media GmbH festgestellt, dass es keine tatsächliche Vermutung gebe, der Nutzer eines Anschlusses sei für das File-Sharing verantwortlich. Dies gilt auch dann, wenn er in einem Vorprozess gegen den Anschlussinhaber (hier: seine Mutter) die Aussage verweigert. AG Potsdam, Urteil vom  19. August 2015 20 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Das Amtsgericht Potsdam hat in einer aktuellen File-Sharing Sache der Koch Media GmbH festgestellt, dass es keine tatsächliche Vermutung gebe, der Nutzer eines Anschlusses sei für das File-Sharing verantwortlich. Dies gilt auch dann, wenn er in einem Vorprozess gegen den Anschlussinhaber (hier: seine Mutter) die Aussage verweigert.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">AG Potsdam, Urteil vom  19. August 2015 <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=20%20C%207/15" title="AG Potsdam, 19.08.2015 - 20 C 7/15: Filesharing: Keine T&auml;tervermutung zu Lasten von Nutzer">20 C 7/15</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Amtsgericht Potsdam</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Namen des Volkes</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Urteil</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">In dem Rechtsstreit</span></p>
<p>gegen</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(&#8230;)</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&#8211; Beklagter &#8211;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Prozessbevollmächtigter:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Rechtsanwalt Kai Jüdemann, Weiser Straße 10-12, 10777 Berlin</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">wegen: Abmahnkosten und Schadenersatz</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">hat das Amtsgericht Potsdam</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">auf die mündliche Verhandlung vom 19. August 2015</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">durch den Richter am Amtsgericht Seffer für Recht erkannt:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"> </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">1.          Das Versäumnisurteil vom 25. März 2015 wird aufgehoben. Die Klage wird abgewiesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">2.     Der Beklagte hat die Kosten seiner Säumnis zu tragen. Die übrigen Kosten des Rechtsstreits hat die Klägerin zu tragen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">3.              Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Den Parteien wird nachgelassen, die Vollstreckung  der jeweils anderen Partei durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110  des beizutreiben- den Betrages abzuwenden, wenn nicht die jeweils andere Partei vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher Höhe leistet.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Tatbestand</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Klägerin ist ein führender Produzent und Vermarkter von digitalen Entertainment-Produkten und Inhaber der ausschließlichen Nutzungsrechte an dem Computerspiel &#8222;ARMADA 2526&#8220;, das im August 2010 erstmals in Deutschland veröffentlicht wurde. In unmittelbarem Zusammenhang damit tauchten in Peer-to-Peer-Netzwerken Raubkopien des Spiels auf. Die Klägerin beauftragte die Firma LOGISTEP, die IP-Adressen, über die das Spiel angeboten wurde, zu ermitteln. Die </span><span style="font-size: 12pt;">Firma LOGISTEP identifizierte mittels der Software .File-Sharlnq-Monitor&#8220; Angebote von Raubkopien des Spiels in Filesharingbörsen. Die Klägerin leitete ein Verfahren vor dem Landgericht Köln ein, um Auskunft zu erhalten, welchem Internetanschluss am 22. September 2010 um 22:00:09 Uhr die IP-Adresse ,,87.153.225.115&#8243; zugewiesen war. Nach Vorlage des Gerichtsbeschlusses </span><span style="font-size: 12pt;">erteilte der IP-Provider die Auskunft, die IP-Adresse sei dem Anschluss der Mutter des Beklagten, </span><span style="font-size: 12pt;">(…), zugewiesen gewesen. Mit Rechtsanwaltsschreiben vom 18. November 2010 </span><span style="font-size: 12pt;">mahnte die Klägerin (…) ab und forderte sie auf, bis 29. November 2010 eine Unte</span><span style="font-size: 12pt;">lassungserklärung abzugeben und bot an, dann die Angelegenheit bei Zahlung von 650,00 € pau</span><span style="font-size: 12pt;">schal zu erledigen(…) gab (nur) eine Unterlassungserklärung ab.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Klägerin machte gegen (…) vor dem Amtsgericht Hamburg. Geschäftsnummer </span><span style="font-size: 12pt;">25a (182/13) folgende Ansprüche geltend:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"> </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">1. Kosten der Rechtsverfolgung (Rechtsanwaltskosten)</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">2. Kosten des Auskunftsverfahrens</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">3. Schadenersatz (fiktive Lizenzgebühr)</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"> </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">368,00 €</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">4,14 €</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">500,00 €</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">(Name) trug vor, auch ihr Lebensgefährte (&#8230;.) und ihr Sohn, der Beklagte, hätten </span><span style="font-size: 12pt;">am 22. September 2010 Zugriff auf den Internetanschluss gehabt. Der als Zeuge vernommene </span><span style="font-size: 12pt;">(&#8230;.) sagte aus, er habe Zugriff gehabt, die Beklagte sei es nicht gewesen; der Beklagte ver</span><span style="font-size: 12pt;">weigerte im Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg das Zeugnis. Er erhebt die Einrede der Ver</span><span style="font-size: 12pt;">jährung.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Klägerin behauptet, über den Internetanschluss der (&#8230;)  habe der Beklagte das </span><span style="font-size: 12pt;">Computerspiel am 22. September 2010 um 22:00:09 Uhr mit dem Client .uTorrent 2.0.4.0&#8243; und ü</span><span style="font-size: 12pt;">ber die IP-Adresse ,,87.153.225.115&#8243; zum Download angeboten. (&#8230;) und die Mutter des </span><span style="font-size: 12pt;">Beklagten seien es nicht gewesen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Klägerin ist der Auffassung, die Ansprüche seien nicht verjährt, da sie ja erst 2014 von der </span><span style="font-size: 12pt;">Person des Beklagten Kenntnis erhalten habe.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Sie hat im Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg auch den Beklagten in Anspruch genommen, </span><span style="font-size: 12pt;">das durch Beschluss vom 05. Januar 2015 den Rechtsstreit gegen den Beklagten abgetrennt und </span><span style="font-size: 12pt;">an das Amtsgericht Potsdam verwiesen hat. Die Klägerin hat beantragt, 1. den Beklagten zu ver</span><span style="font-size: 12pt;">urteilen, an sie einen Betrag von 368,00 € nebst jährlicher Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunk</span><span style="font-size: 12pt;">ten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 18. Dezember 2010 zu zahlen, 2. 4,14 € nebst </span><span style="font-size: 12pt;">jährlicher Zinsen i.H.v. fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit 20. Dezember </span><span style="font-size: 12pt;">2014 zu zahlen, 3. an sie einen weiteren Betrag über 500,00 € nebst jährlicher Zinsen in Höhe von </span><span style="font-size: 12pt;">fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz auf 400,00 € ab 18. Dezember 2010 und </span><span style="font-size: 12pt;">auf 100,00 € ab 20. Dezember 2014 zu zahlen, 4. festzustellen, dass der Beklagte verpflichtet ist, </span><span style="font-size: 12pt;">ihr allen Schaden &#8211; insbesondere die Kosten des Rechtsstreits gegen (&#8230;.) &#8211; zu er</span><span style="font-size: 12pt;">setzen, die wegen deren gerichtlicher Inanspruchnahme entstanden sind und noch entstehen. Im </span><span style="font-size: 12pt;">Termin am 25. März 2015, in dem für den ordnungsgemäß geladenen Beklagten niemand er</span><span style="font-size: 12pt;">schienen ist, hat das Gericht ihn durch Versäumnisurteil antragsgemäß verurteilt. Gegen das ihm </span><span style="font-size: 12pt;">am 01. April 2015 zugestellte Versäumnisurteil hat der Beklagte mit Schriftsatz vom 13. April </span><span style="font-size: 12pt;">2015, bei Gericht am selben Tag eingegangen, Einspruch eingelegt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Klägerin beantragt</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">das Versäumnisurteil aufrecht zu erhalten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Beklagte beantragt,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">das Versäumnisurteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Er behauptet, am Tattag sei der Rechner ausgeschaltet und er, der Beklagte, nicht zu Hause ge</span><span style="font-size: 12pt;">wesen. Er bestreitet, dass die IP-Adresse seiner Mutter zugeordnet gewesen sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Er meint, gegen ihn spreche keine tatsächliche Vermutung für eine Täterschaft, da er nicht Inha</span><span style="font-size: 12pt;">ber des Internetanschlusses war. Der Anspruch sei verjährt, die Verjährungsfrist betrage drei Jah</span><span style="font-size: 12pt;">re.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Das Gericht hat Beweis erhoben gemäß Beschluss vom 08. Juli 2015, in dem es den Beklagten </span><span style="font-size: 12pt;">als Partei vernommen hat. Wegen des Ergebnisses der Beweisaufnahme nimmt das Gericht auf </span><span style="font-size: 12pt;">das Sitzungsprotokoll vom 19. August 2015, Blatt 224/224 Rück der Akte, Bezug.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Entscheidungsgründe </strong></span></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Auf den Einspruch des Beklagten ist der Rechtsstreit in das Stadium vor Erlass des Versäum</span><span style="font-size: 12pt;">nisurteils zurück versetzt worden. Der Einspruch war zulässig, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/338.html" title="&sect; 338 ZPO: Einspruch">§§ 338 ff. ZPO</a>, insbesondere </span><span style="font-size: 12pt;">fristgemäß, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/339.html" title="&sect; 339 ZPO: Einspruchsfrist">§ 339 Abs. 1 ZPO</a>.</span></li>
<li style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die zulässigen Anträge 1. bis 3. sind unbegründet. Der Klägerin steht gegen den Beklagten kein Schadenersatzanspruch gemäß <a href="https://dejure.org/gesetze/UrhG/97.html" title="&sect; 97 UrhG: Anspruch auf Unterlassung und Schadensersatz">§§ 97 Abs. 2 UrhG</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/UrhG/97a.html" title="&sect; 97a UrhG: Abmahnung">97 a Abs. 2 UrhG</a> alter Fassung, 683, <span style="line-height: 20px;">670,812 BGB zu, denn es steht schon nicht fest, dass der Beklagte passivlegitimiert ist. Ihre Be</span><span style="line-height: 20px;">hauptung, der </span><span style="line-height: 20px; text-decoration: underline;">Beklagte</span><span style="line-height: 20px;"> habe die streitige Rechtsverletzung am 22. September 2010 begangen, </span></span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">hat die Klägerin nicht bewiesen, denn der hierzu als Partei vernommene Beklagte hat nicht be</span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">kundet, er habe das Spiel damals im Internet zur Verfügung gestellt. Allein daraus, dass er im </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">Prozess gegen seine Mutter &#8211; zulässig &#8211; das Zeugnis verweigert hat, folgt auch nicht, er sei es </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">gewesen. Vor dem Hintergrund, dass gegen ihn keine tatsächliche Vermutung dafür spricht, er </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">sei Täter gewesen, da nicht er, sondern seine Mutter Inhaberin des Internetanschlusses war, </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">steht auch nicht deshalb, weil etwa seine Mutter und der Zeuge (&#8230;) vorgetragen bzw. aus</span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">gesagt haben, sie seien es nicht gewesen, quasi &#8222;im Umkehrschluss&#8220; oder nach dem Aus</span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">schlussprinzip fest, es sei der Beklagte gewesen, denn es können auch Dritte, zum Beispiel </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 20px; text-align: left;">auch Dritte über den Router der (&#8230;.), auf den Internetanschluss zugegriffen haben.</span></li>
</ol>
<ol start="3">
<li><span style="font-size: 12pt;">Der Antrag zu 4. ist als Feststellungsantrag, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/256.html" title="&sect; 256 ZPO: Feststellungsklage">§ 256 Abs. 1 ZPO</a>, zulässig.</span></li>
</ol>
<p><span style="font-size: 12pt;">Er ist aber aus den Gründen wie 2. ebenfalls unbegründet.</span></p>
<ol start="4">
<li><span style="text-decoration: underline; font-size: 12pt;">Der Streitwert wird wie folgt festgesetzt: </span></li>
</ol>
<p>Ansprüche 1. bis 3. insgesamt</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><span style="text-decoration: underline;">A</span>ntr<span style="text-decoration: underline;">ag 4. (80  der</span> K<span style="text-decoration: underline;">os</span>t<span style="text-decoration: underline;">e</span>n im R<span style="text-decoration: underline;">ec</span>ht<span style="text-decoration: underline;">ss</span>tr<span style="text-decoration: underline;">e</span>it <span style="text-decoration: underline;">gegen (&#8230;)</span></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">872,14 €</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><span style="text-decoration: underline;">gesc</span>h<span style="text-decoration: underline;">ä</span>tzt <span style="text-decoration: underline;">650.00 </span><span style="text-decoration: underline;">€ </span></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">1.522,14 €</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol start="5">
<li><span style="font-size: 12pt;">Die prozessualen Nebenentscheidungen beruhen auf den <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/91.html" title="&sect; 91 ZPO: Grundsatz und Umfang der Kostenpflicht">§§ 91 Abs. 1</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/344.html" title="&sect; 344 ZPO: Vers&auml;umniskosten">344</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/708.html" title="&sect; 708 ZPO: Vorl&auml;ufige Vollstreckbarkeit ohne Sicherheitsleistung">708 Nr. 11</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/711.html" title="&sect; 711 ZPO: Abwendungsbefugnis">711</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;"> ZPO</span></li>
</ol>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Urteil ist nicht rechtskräftig.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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