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	<title>bundesgerichtshof Archives - Jüdemann Rechtsanwälte</title>
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	<description>Anwalt für Medien- und Urheberrecht in Berlin</description>
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	<title>bundesgerichtshof Archives - Jüdemann Rechtsanwälte</title>
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		<title>Kein Unterlassungsanspruch gegen Verbreitung von Szenen aus dem Film „Die Auserwählten“ &#8211; BGH, 18.05.2021 &#8211; VI ZR 441/19</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 May 2021 08:00:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>BGH: Kein Unterlassungsanspruch wegen Darstellung einer realen Person in dem Film „Die Auserwählten“ durch Schauspieler</p>
<p>„Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage.“ So heißt es in der Tragödie Hamlet von Wiliam Shakespeare. Auch der Bundesgerichtshof (BGH) hatte sich kürzlich mit ähnlich existenziellen Fragen zu befassen, nämlich u.a. der, ob es sich bei der Darstellung einer realen Person - bzw. einer Rolle in enger Anlehnung an eine reale Person - in einem Film durch einen Schauspieler um ein Bildnis dargestellten Person im Sinne des Kunsturhebergesetzes (KUG) handelt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH: Kein Unterlassungsanspruch wegen Darstellung einer realen Person in dem Film „Die Auserwählten“ durch Schauspieler</strong></p>
<p>„Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage.“ So heißt es in der Tragödie Hamlet von Wiliam Shakespeare. Auch der Bundesgerichtshof (BGH) hatte sich kürzlich mit ähnlich existenziellen Fragen zu befassen, nämlich u.a. der, ob es sich bei der Darstellung einer realen Person &#8211; bzw. einer Rolle in enger Anlehnung an eine reale Person &#8211; in einem Film durch einen Schauspieler um ein Bildnis dargestellten Person im Sinne des Kunsturhebergesetzes (KUG) handelt.</p>
<p>Der VI. Zivilsenat des BGH entschied nun mit Urteil vom 18.05.2021, Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20441/19" title="BGH, 18.05.2021 - VI ZR 441/19: Unterlassungsklage gegen die weitere Verbreitung von Szenen aus...">VI ZR 441/19</a>, dass in der Regel kein Bildnis der schauspielerisch dargestellten Person vorliege und ebenso im vorliegenden Fall keine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts gegeben sei, wobei hinsichtlich letzterem ein Überwiegen der Kunst- und Filmfreiheit insbesondere dann angenommen werden könne, wenn die dargestellte Person sich in der Vergangenheit bereits der Öffentlichkeit zugewandt hatte. Aufgrund dessen wurde die auf Unterlassung gerichtete Klage abgewiesen und damit die Urteile der beiden vorherigen Instanzen (LG Hamburg, 03.06.2016, Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=324%20O%2078/15" title="LG Hamburg, 03.06.2016 - 324 O 78/15: Pers&ouml;nlichkeitsrechtsverletzung durch die Verbreitung ein...">324 O 78/15</a>; OLG Hamburg, 01.10.2019, Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20U%20141/16" title="7 U 141/16 (2 zugeordnete Entscheidungen)">7 U 141/16</a>) bestätigt.</p>
<p>Dem Rechtsstreit lag folgender Sachverhalt zugrunde (Pressemitteilung BGH):</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Der Kläger war in den 1980er Jahren Schüler der Odenwaldschule, wo er über mehrere Jahre sexuell missbraucht wurde. Seit dem Jahr 1998 machte er auf das Missbrauchsgeschehen aufmerksam und trug – u.a. durch die Mitwirkung an Presseveröffentlichungen und an einem Dokumentarfilm – maßgeblich zu dessen Aufklärung bei. Im Jahr 2011 veröffentlichte der Kläger ein autobiographisches Buch, in dem er die Geschehnisse schilderte. Im Jahr 2012 erhielt der Kläger den Geschwister-Scholl-Preis; anlässlich der Preisverleihung legte er im November 2012 sein zunächst verwendetes Pseudonym ab. Im Jahr 2014 strahlte die ARD den im Auftrag der erstbeklagten Landesrundfunkanstalt von der Beklagten zu 2 produzierten Spielfilm &#8222;Die Auserwählten&#8220; aus. Der an Originalschauplätzen gedrehte Film thematisiert den sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule, wobei der Kläger als Vorbild für die zentrale Filmfigur zu erkennen ist. Der Kläger, der eine Mitwirkung an dem Film im Vorfeld abgelehnt hatte, hält dies für einen unzulässigen Eingriff in sein Persönlichkeitsrecht. Er begehrt, die weitere Verbreitung der entsprechenden Filmszenen zu unterlassen.“</em></p>
<p>Der entscheidende Senat lehnte trotz der Erkennbarkeit des Klägers in der Filmrolle das Vorliegen eines Bildnisses i.S.d. <a href="https://dejure.org/gesetze/KunstUrhG/22.html" title="&sect; 22 KunstUrhG">§ 22 KUG</a> ab. Bei einer erkennbar bloßen Darstellung einer Person durch einen Schauspieler sei lediglich ein Bildnis des Schauspielers gegeben, der auch in seiner Rolle noch „eigenpersönlich“ und damit als er selbst erkennbar bleibe. Etwas anderes könne nur gelten, wenn der täuschend echte Eindruck erweckt würde, dass es sich um die dargestellte Person selbst handele, wie dies etwa bei dem Einsatz eines Doppelgängers oder einer nachgestellten berühmten Szene oder Fotographie der Fall sein kann.</p>
<p>Darüber hinaus bestehe auch im Rahmen der gebotenen kunstspezifischen Betrachtungsweise kein Unterlassungsanspruch wegen einer Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts gem. § § 1004 Abs. 1 Satz 2 analog, <a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/823.html" title="&sect; 823 BGB: Schadensersatzpflicht">§ 823 Abs. 1 BGB</a> i.V.m. <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/2.html" title="Art. 2 GG">Art. 2 Abs. 1</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/1.html" title="Art. 1 GG">Art. 1 Abs. 1 GG</a>. Der Kläger sei zwar wegen der Übereinstimmung von seiner Biographie und der Darstellung der zentralen Filmfigur in seinem Persönlichkeitsrecht betroffen und die in der visuellen Darstellung liegende suggestive Kraft eines Spielfilms verstärke diese Betroffenheit. Dennoch müsse aber die Kunst- und Filmfreiheit nicht zurücktreten, da die Betroffenheit des Persönlichkeitsrechts hier weniger schwer wiege wegen der praktizierten Selbstöffnung des Klägers in der Vergangenheit.</p>
<p>Das LG Hamburg hatte in erster Instanz eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Klägers u.a auch aus dem Grunde abgelehnt, weil an der filmischen Aufarbeitung der Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule und auch generell an einer öffentlichen Diskussion zum Thema Missbrauch, ein überragendes öffentliches Interesse bestehe. Durch die Darstellung im Film könne ein Publikum erreicht werden, welches anders nicht in gleicher Weise erreichbar wäre.</p>
<p>Pressemitteilung des BGH zu der Entscheidung zu finden unter der URL: <a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/2021097.html">https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/2021097.html</a></p>
<p>Mehr Informationen zum Persönlichkeits- und Medienrecht finden Sie hier: <a href="https://ra-juedemann.de/anwalt-medienrecht-berlin/">https://ra-juedemann.de/anwalt-medienrecht-berlin/</a></p>
<p>Text verfasst und Titelbild bearbeitet durch: Marc Faßbender</p>
<p>Bearbeitetes Titelbild basiert auf lizenzfreiem Werk von: &#8222;Mike&#8220; (https://www.pexels.com/de-de/foto/rotes-menschliches-gesicht-denkmal-auf-grunem-grasfeld-189449/)</p>
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		<title>„WarnWetter&#8220;-App des Deutschen Wetterdienstes wettbewerbswidrig &#8211; BGH vom 12.03.2020, Az. I ZR 126/18</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 12:02:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewerblicher Rechtsschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[IT-Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[bundesgerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Wetterdienst]]></category>
		<category><![CDATA[DWD]]></category>
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		<category><![CDATA[WarnWetter-App]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbswidriges Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BGH: „WarnWetter&#8220;-App des Deutschen Wetterdienstes wettbewerbswidrig Alles im Leben hat bekanntlich seinen Preis. Oder in diesem Fall besser: Alle Wetter-Apps müssen in der Vollversion ihren Preis haben oder zumindest Werbung enthalten, kostenfrei und ohne Werbung dürfen den Nutzern nur Unwetterwarnungen zur Verfügung gestellt werden. Der Bundesgerichtshof entschied dies in seinem Urteil vom 12. März 2020, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BGH</strong>: „<strong>WarnWetter&#8220;-App des Deutschen Wetterdienstes wettbewerbswidrig </strong></p>
<p>Alles im Leben hat bekanntlich seinen Preis. Oder in diesem Fall besser: Alle Wetter-Apps müssen in der Vollversion ihren Preis haben oder zumindest Werbung enthalten, kostenfrei und ohne Werbung dürfen den Nutzern nur Unwetterwarnungen zur Verfügung gestellt werden. Der Bundesgerichtshof entschied dies in seinem Urteil vom 12. März 2020, Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20126/18" title="BGH, 12.03.2020 - I ZR 126/18: WarnWetter-App - Die &quot;DWD WarnWetter-App&quot; darf nur f&uuml;r Wetterwar...">I ZR 126/18</a> für die &#8222;WarnWetter&#8220;-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD), dem meteorologischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland.</p>
<p>Über die App des DWD waren neben den amtlichen Unwetterwarnungen auch allgemeine Wetterinformationen verfügbar. Der Nutzer konnte sich also über die kostenlose Vollversion der App darüber informieren, wie die Wetterbedingungen an einem bestimmten Ort waren (Regen, Sonne, Schnee etc.).</p>
<p><strong>Verfahrensgang</strong></p>
<p>Kläger im hiesigen Verfahren war der Wetterdienstleister WetterOnline. Dieser sah sich, wie auch andere private Marktteilnehmer, dadurch benachteiligt, dass der DWD seine Marktposition mit Steuergeldern ausgebaut habe.</p>
<p>Das Landgericht Bonn urteilte am 15. November 2017 (Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=16%20O%2021/16" title="LG Bonn, 15.11.2017 - 16 O 21/16: Wetter-App des DWD ist wettbewerbsrechtlich unzul&auml;ssig">16 O 21/16</a>), dass der DWD mit seiner rundum kostenlosen Wetter-App gegen § 6 Abs. 2 Satz 1 DWDG verstoße, schließlich sei hier ausdrücklich geregelt, dass die Behörde für ihre Dienstleistungen eine Vergütung verlangt. Eine Ausnahme läge nicht vor, da diese nur für Unwetterwarnungen gelten würden.</p>
<p>Das Oberlandesgericht Bonn führte demgegenüber in seinem Urteil vom 13. Juli 2018, Az. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I-6%20U%20180/17" title="OLG K&ouml;ln, 13.07.2018 - 6 U 180/17: Teilerfolg f&uuml;r Deutschen Wetterdienst im Streit um WarnWette...">I-6 U 180/17</a> aus, dass das Bereitstellen der „WarnWetter“-App schon keine geschäftliche Handlunge im Sinne des <a href="https://dejure.org/gesetze/UWG/2.html" title="&sect; 2 UWG: Begriffsbestimmungen">§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG</a> sei, sondern der DWD lediglich zur Wahrnehmung der ihm zugewiesenen öffentlichen Aufgaben nach § 4 DWDG tätig geworden sei und hob das Urteil der Vorinstanz auf.</p>
<p><strong>Wettbewerbswidrige geschäftliche Handlung des DWD </strong></p>
<p>Der BGH gab nun seinerseits dem Kläger recht und beurteilte das Verhalten des DWD als wettbewerbswidrige geschäftliche Handlung im Sinne des UWG. Obwohl der DWD sich auch nach seiner Auffassung nicht erwerbswirtschaftlich am Markt beteiligt habe, sondern in Erfüllung seiner öffentlichen Aufgaben, liege eine geschäftliche Handlung vor, da die ausdrücklich in §§ 6 Abs. 2 und 2a) i.V.m. § 4 Abs. 1 Nr. 3 und 7 DWDG geregelten Kompetenzen überschritten wurden.</p>
<p>Bei den Kompetenzregelungen handelt es sich nach Ansicht des entscheidenden Senats um Marktverhaltensregeln gem. <a href="https://dejure.org/gesetze/UWG/3a.html" title="&sect; 3a UWG: Rechtsbruch">§ 3 a) UWG</a>, deren Verletzung ein wettbewerbswidriges Verhalten begründet.</p>
<p><strong>Vollversion nur gegen Entgelt oder kostenlos und dafür mit Werbeinhalten</strong></p>
<p>In der Konsequenz muss sich der DWD zum Schutze privatwirtschaftlicher Marktteilnehmer &#8212; abseits der gesetzlich geregelten Ausnahmen &#8211; so verhalten, als würde er sich wie diese eigenständig und nicht aus Steuergeldern finanzieren. Das bedeutet, dass die Vollversion nur gegen Entgelt angeboten werden darf oder eine kostenfreie Vollversion Werbeinhalte enthalten muss.</p>
<p>Wegen des laufenden Rechtsstreits war die Vollversion der „WarnWetter“-App schon nach dem Urteil des LG Bonn nur gegen ein Entgelt von einmalig 1,99 EUR erhältlich. Kostenlos waren nur die amtlichen Wetterwarnungen verfügbar. Nun ist klar, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.</p>
<p>Text verfasst und Titelbild bearbeitet durch: Marc Faßbender</p>
<p>Bearbeitetes Titelbild basiert auf gemeinfreiem Werk (public domain) von: &#8222;Alberta&#8220; (Wikimedia)</p>
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<p>The post <a href="https://ra-juedemann.de/warnwetter-app-des-deutschen-wetterdienstes-wettbewerbswidrig-bgh-vom-12-03-2020-az-i-zr-126-18/">„WarnWetter&#8220;-App des Deutschen Wetterdienstes wettbewerbswidrig &#8211; BGH vom 12.03.2020, Az. I ZR 126/18</a> appeared first on <a href="https://ra-juedemann.de">Jüdemann Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Adlon vs Adlon Bauservice (BPatG 24 W (pat) 18/14)</title>
		<link>https://ra-juedemann.de/adlon-vs-adlon-bauservice-bpatg-24-w-pat-18-14/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Jüdemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 14:14:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Markenrecht]]></category>
		<category><![CDATA[adlon hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[bundesgerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[markenrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Anmelder versuchte, von der Bekannheit der Marke &#8222;Adlon&#8220; zu profitieren und meldete, u.a. für die Klasse 37: Dienstleistungen eines Bauträgers, nämlich Durchführung von Bauvorhaben in Bezug auf den Bau von Wohngebäuden sowie die Modernisierung von Wohnungen, die Wortbildmarke . an. Das DPMA löschte auf Widerspruch der ältere Marke die jüngere Marke. Die gegen die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Ein Anmelder versuchte, von der Bekannheit der Marke &#8222;Adlon&#8220; zu profitieren und meldete, u.a. für die Klasse 37: Dienstleistungen eines Bauträgers, nämlich Durchfüh</span><span style="font-size: 12pt;">rung von Bauvorhaben in Bezug auf den Bau von </span><span style="font-size: 12pt;">Wohngebäuden sowie die Modernisierung von Woh</span><span style="font-size: 12pt;">nungen, die Wortbildmarke</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7075" src="https://ra-juedemann.de/wp-content/uploads/2015/12/adlon-300x232.jpg" alt="adlon" width="132" height="102" srcset="https://ra-juedemann.de/wp-content/uploads/2015/12/adlon-300x232.jpg 300w, https://ra-juedemann.de/wp-content/uploads/2015/12/adlon.jpg 566w" sizes="(max-width: 132px) 100vw, 132px" /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">an. Das DPMA löschte auf Widerspruch der ältere Marke die jüngere Marke. Die gegen die Löschung eingelegte Beschwere blieb erfolglos</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Nach Ansicht des BPatG nutze die Wortbildmarke die Unterscheidungskraft und Bekanntheit der Marke &#8222;Adlon&#8220; in unzulässiger Weise aus, so dass die Markenstelle zu Recht die Löschung der angegriffenen Marke angeordnet habe. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Dienstleistungen eines Bauträgers, nämlich  Durchführung von Bauvorhaben in Bezug auf den Bau von Wohngebäuden sowiedie Modernisierung von Wohnungen“ wiesen auch keinen derart großen Abstand  zu den auf Seiten der Widerspruchsmarke zu berücksichtigenden Dienstleistungen „Verpflegung und Beherbergung von Gästen“ auf, welcher der Ausnutzung der Unterscheidungskraft der Widerspruchsmarke entgegenstehen könnte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Fragen zum Markenrecht ? Rufen Sie uns an!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://juris.bundespatentgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bpatg&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;Sort=12288&amp;nr=27627&amp;pos=10&amp;anz=195&amp;Blank=1.pdf"><span style="color: #008000; font-size: 12pt;">Die Entscheidung des BPatG</span></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">BUNDESPATENTGERICHT</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bundesadler</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=24%20W%20(pat)%2018/14" title="BPatG, 27.11.2015 - 24 W (pat) 18/14: Markenbeschwerdeverfahren - &quot;ADLON BAUSERVICE GMBH (Wort-...">24 W (pat) 18/14</a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">_______________</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(Aktenzeichen)</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">An Verkündungs Statt</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">zugestellt am</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">27. November 2015</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">…</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">BESCHLUSS</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">In der Beschwerdesache</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">…</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">betreffend die Marke 30 2011 026 776</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">hat der 24. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts auf die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mündliche Verhandlung vom 7. Juli 2015 unter Mitwirkung des Vorsitzenden </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Richters Metternich sowie der Richter Heimen und Hermann</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">beschlossen:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Beschwerde des Markeninhabers wird zurückgewiesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Gründe</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">I.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die am 13. Mai 2011 angemeldete Wort-/Bildmarke Nr. 30 2011 026 776</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://ra-juedemann.de/wp-content/uploads/2015/12/adlon.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7075" src="https://ra-juedemann.de/wp-content/uploads/2015/12/adlon-300x232.jpg" alt="adlon" width="300" height="232" srcset="https://ra-juedemann.de/wp-content/uploads/2015/12/adlon-300x232.jpg 300w, https://ra-juedemann.de/wp-content/uploads/2015/12/adlon.jpg 566w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>(Farbe: gold, schwarz)</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">ist am 14. Juli 2011 für diverse Dienstleistungen der Klassen 36, 37 und 42 einge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">tragen und am 19. August 2011 veröffentlicht worden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nachdem der Markeninhaber das Dienstleistungsverzeichnis der angegriffenen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Marke in der mündlichen Verhandlung vom 7. Juli 2015 beschränkt hat, genießt </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">diese noch Schutz für folgende Dienstleistungen:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Klasse 37: Dienstleistungen eines Bauträgers, nämlich Durchfüh-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">rung von Bauvorhaben in Bezug auf den Bau von </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Wohngebäuden sowie die Modernisierung von Woh-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nungen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Gegen die angegriffene Marke hat die Widersprechende aus der seit dem </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">23. August 2000 eingetragenen Wortmarke Nr. 300 43 026</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Adlon</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Widerspruch erhoben. Die Widerspruchsmarke genießt Schutz für die nachfolgend </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">aufgeführten Waren und Dienstleistungen der Klassen 3, 8, 9, 12, 14, 16, 18, 20, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">21, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 41, 42 und 43:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Seifen; Parfümerien; Puder; ätherische Öle, Mittel zur Körper- und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Schönheitspflege, insbesondere Badezusatz, Schaumbäder, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Duschgel, Shampoo, Conditioner, Bodylotion, Deodorants, Bal-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sam, Zahnputzmittel, Mundwasser, Rasierschaum, Nagelpflege-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mittel, Haar- und Rasierwässer; Messerschmiedewaren, Messer, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Gabeln und Löffel, insbesondere Tafelsilber; Rasierapparate; Bril-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">len, einschließlich Sonnenbrillen und Modebrillen, Brillenfassun-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gen und Brillengestelle; Kosmetikspiegel; Tonträger, insbesondere </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">CDs, Videokassetten; Fahrzeuge zu Land, zu Wasser und zu Luft, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">insbesondere Motor- und Segelboote, Fahrräder und motorisierte </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Golfcaddies; Edelmetalle und deren Legierungen sowie daraus </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">hergestellte oder damit plattierte Waren, soweit sie nicht in ande-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ren Klassen enthalten sind; Juwelierwaren, Schmuckwaren, Edel-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">steine; Uhren, Zeitmessinstrumente und deren Zubehör, soweit in </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Klasse 14 enthalten, insbesondere Armbanduhren, Taschenuhren, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Standuhren, Uhrenarmbänder, Uhrengehäuse und Uhrenketten; </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Manschettenknöpfe, Anstecknadeln; Tafelaufsätze und Leuchter </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">aus Edelmetall; Aschenbecher aus Edelmetall; Druckereierzeug-</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nisse, insbesondere Kataloge, Broschüren, Handbücher, Zeit-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schriften, Magazine, Bücher einschließlich Kochbücher; bedruckte </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Verpackungsmaterialien aus Papier, Pappe (Karton), Kunststoff </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">oder einem Verbundmaterial hieraus, insbesondere Flaschenver-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">packungen; bedruckte Papier- und Schreibwaren, insbesondere </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Füllfederhalter, Bleistifte, Schreibgarnituren, Schreibetuis sowie </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Schreibblöcke und –unterlagen, Briefpapier; Dokumentenmappen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">(nicht aus Leder); Postkarten; Brieföffner, Briefbeschwerer; be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">druckte Etiketten und Servietten; Zigarrenbauchbinden; Leder und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Lederimitationen sowie Waren daraus, soweit sie nicht in anderen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Klassen enthalten sind, einschließlich Taschen, Aktentaschen, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Damenhandtaschen, Herrenhandtaschen, Rucksäcke, Briefta-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schen, Geldbörsen und Dokumentenmappen; Reise- und Hand-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">koffer einschließlich Kofferanhänger, Kleidersäcke, Necessaires, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Regenschirme, Sonnenschirme; Peitschen, Pferdegeschirre und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Sattlerwaren; Möbel, Spiegel, Rahmen, Kissen, Kleiderbügel; Wa-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ren, soweit in Klasse 20 enthalten, aus Holz, Kork, Rohr, Binsen, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Weide, Horn, Knochen, Elfenbein, Fischbein, Schildpatt, Bern-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">stein, Perlmutter, Meerschaum und deren Ersatzstoffe oder aus </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Kunststoffen; Glaswaren, Porzellan und Steingut; Kristallgläser; </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Gefäße und Flaschen; Kaffee- und Teeservice, Tafelservice, Ser-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">viettenringe, Speisekartenhalter, Tafelaufsätze und Leuchter, nicht </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">aus Edelmetall; Weinheber; Flaschenöffner und Flaschenver-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schlüsse; Zahnstocher, Zahnbürsten; Webstoffe und Textilwaren, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">soweit sie nicht in anderen Klassen enthalten sind, insbesondere </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Bett- und Kissenbezüge, Bettdecken und -überdecken, Plaids, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Bade- und Handtücher, Waschlappen, Wäschebeutel, Tischwä-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sche und Taschentücher, Dekostoffe; Bekleidungsstücke, Schuh-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">waren und Kopfbedeckungen, einschließlich Gürtel, Krawatten, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Fliegen, Plastrons, Baseballkappen, Polohemden, Pyjamas und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Nachthemden, Unterwäsche, Badebekleidung, Bademäntel, Ba-</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">deschuhe; Handschuhe; Kopftücher, Halstücher, Schultertücher, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Einstecktücher; Schals, Schärpen, Stolen; Schlüsselanhänger; </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Gürtelschnallen, Gürtelschließen; Anstecknadeln; Nadeln und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Knöpfe; Fußmatten, Badematten; Spiele, Spielzeug; Turn- und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Sportgeräte, Turn- und Sportartikel, insbesondere Skier, Golf-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schläger, Tennisschläger, Bälle, soweit in Klasse 28 enthalten; </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Fleisch, Fisch, Geflügel und Wild, insbesondere als Pasteten; </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">konserviertes, getrocknetes und gekochtes Obst und Gemüse; </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Gallerten (Gelees), Konfitüren, Fruchtsoßen; Eier, Milch und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Milchprodukte; Speiseöle und -fette; Bouillonkonzentrate; Tief-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kühlkost; Kaffee, Tee, Kakao, Kaffeeersatzmittel; Brot, feine </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Backwaren und Konditorwaren, Kuchen, Gebäck, Pralinés; Scho-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kolade; Fruchtdrops; Teigwaren insbesondere Nudeln; Gnocchi; </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Senf, Essig, Soßen (Würzmittel); Gewürze; Speiseeis; land-, gar-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ten- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, insbesondere frische </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Pilze; lebende Meerestiere, insbesondere Hummer, Langusten, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Krebse, Krabben und Austern; Biere; Mineralwässer und kohlen-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">säurehaltige Wässer und andere alkoholfreie Getränke, ein-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schließlich Fruchtgetränke und Fruchtsäfte; Sirupe und andere </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Präparate für die Zubereitung von Getränken; alkoholische Ge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">tränke mit Ausnahme von Bieren, insbesondere Wein, Sekt und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Champagner; Tabak und Tabakerzeugnisse, insbesondere Zigar-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ren, Pfeifen und Zigaretten; Raucherartikel, einschließlich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Zigarrenabschneider; Zigarren- und Zigarettenkästen und -etuis, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Aschenbecher, Feuerzeuge (nicht aus Edelmetall), Streichhölzer </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">und Pfeifenreiniger; Veröffentlichung und Herausgabe von Fach-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">zeitschriften, Magazinen, Katalogen und Büchern, insbesondere </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">für die Bereiche Getränke, Lebensmittel und Gastronomie; Publi-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kationen über Exklusivhotels; Verpflegung und Beherbergung von </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Gästen, einschließlich Betrieb von Restaurants, Cafeterien und</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><span style="font-size: 12pt;">Selbstbedienungsrestaurants, Belieferung mit Speisen und Ge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">tränken, Betrieb von Bars, Einrichtungsplanung.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Markeninhaber hat mit Schriftsatz vom 2. Januar 2012 die rechtserhaltende </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Benutzung der Widerspruchsmarke bestritten. Die Widersprechende hat daraufhin </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">zur Glaubhaftmachung der Benutzung der Widerspruchsmarke diverse Unterla-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gen, einschließlich einer eidesstattlichen Versicherung des Geschäftsführers </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Herrn B. Jadtfeld vom 21. September 2012, eingereicht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mit Beschluss vom 20. August 2013 hat die Markenstelle für Klasse 37 des Deut-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schen Patent- und Markenamtes (DPMA) entschieden, auf den Widerspruch die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">angegriffene Marke zu löschen. Zur Begründung hat die Markenstelle ausgeführt, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">es bestehe zwar keine markenrechtliche Verwechslungsgefahr i. S. d. <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9 Abs. 1</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Nr. 2 MarkenG, die angegriffene Marke nutze aber die Unterscheidungskraft und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Wertschätzung der Widerspruchsmarke ohne rechtfertigenden Grund in unlauterer </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Weise aus, <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9 Abs. 1 Nr. 3 MarkenG</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Widerspruchsmarke sei bereits im Zeitpunkt der Anmeldung der angegriffenen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Marke eine für Hoteldienstleistungen amtsbekannt bekannte Marke gewesen. Es </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">könne dahin stehen, ob die Widersprechende auf die Einrede der Nichtbenutzung </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der Widerspruchsmarke hin die rechtserhaltende Benutzung auch durch eine ab-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">weichende Benutzungsform ausreichend dargelegt habe.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Zeichen seien durch den identischen Wortbestandteil „Adlon“ einander ähn-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">lich, die für die angegriffene Marke eingetragenen Dienstleistungen aus dem Bau-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bereich könnten bei den angesprochenen Verkehrskreisen den Eindruck hervor-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">rufen, dass diese Dienstleistungen aus einem wirtschaftlich mit der Widerspre-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">chenden verbundenen Unternehmen stammten. Die Übernahme des aus Sicht der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Markenstelle bekannten Begriffes „Adlon“ in die angegriffene Marke führe mithin </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">beim Verkehr zu Gedankenverbindungen, die zu Lasten der Widerspruchsmarke </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">eine rufausbeutende oder verwässernde Wirkung i. S. d. <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">hätten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Dagegen wendet sich der Markeninhaber mit seiner Beschwerde.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Er stützt die Beschwerde vor allem darauf, dass die Widersprechende die rechts-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">erhaltende Benutzung der Widerspruchsmarke nicht hinreichend glaubhaft ge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">macht habe. Die Widersprechende nutze, wie sich sowohl aus den von der Wider-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sprechenden eingereichten Benutzungsunterlagen als auch aus einer eigenen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Recherche des Markeninhabers ergebe, diese selbst nicht; sie werde lediglich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">vom Hotelbetreiber Kempinski zusammen mit der Angabe „Kempinski“, zumeist in </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der aus Sicht des Markeninhabers stark abweichenden Form „Hotel Adlon </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Kempinski“ benutzt. Er ist ferner der Auffassung, die Widerspruchmarke verfüge </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schon mangels Benutzung in Alleinstellung nicht über eine gesteigerte Bekannt-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">heit. In der tatsächlich benutzten Kombination „Adlon Kempinski“ bzw. „Hotel Ad-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">lon Kempinski“ sei die Angabe „Kempinski“ als Name eines weltweit tätigen Hotel-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">betreibers der „wirklich bekannte“ Bestandteil. Auch seien die von der Widerspre-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">chenden vorgelegten Unterlagen für eine Darlegung einer gesteigerten Bekannt-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">heit unzureichend. In diesem Zusammenhang trägt der Markeninhaber ferner vor, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der inländische Durchschnittsverbraucher sei wirtschaftlich nicht in der Lage, die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Dienstleistungen des in Rede stehenden Hotelbetriebes in Anspruch zu nehmen, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">eine Bekanntheit der Widerspruchsmarke könne daher allenfalls bei hier nicht </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">maßgeblichen, vermögenden Auslandsgästen vorliegen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Widerspruchsmarke sei zudem, wenn überhaupt, nur für Beherbergungs-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dienstleistungen eines Hotelbetriebes bekannt. Diese wiesen aber keinerlei rele-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">vante Verbindung zu den von der angegriffenen Marke nach der Beschränkung </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">des Dienstleistungsverzeichnisses noch beschwerdegegenständlichen Dienst-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">leistungen der Klasse 37 auf, sondern seien vielmehr absolut unähnlich. Denn die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Leistungen eines Bauträgers für Wohngebäude und Wohnungen stünden in kei-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nem Zusammenhang mit dem Betrieb eines Hotels, so dass ein Imagetransfer </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ausgeschlossen sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Markeninhaber meint des Weiteren, sein Verhalten sei nicht unlauter, es fehl-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ten jegliche Hinweise, dass eine Rufausbeutung oder Markenverwässerung drohe, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">in diesem Zusammenhang verweist er auf bestehende Drittmarken mit dem Be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">standteil „Adlon“.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Der Markeninhaber ist schließlich der Auffassung, in der angegriffenen Marke sei </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der Bestandteil „Adlon“ gegenüber dem Bildbestandteil untergeordnet, so dass </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">auch nur eine geringe Zeichenähnlichkeit vorliege.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Markeninhaber hat sinngemäß beantragt,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">den Beschluss der Markenstelle für Klasse 37 des Deutschen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Patent- und Markenamtes vom 20. August 2013 aufzuheben und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">den Widerspruch zurückzuweisen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Widersprechende hat beantragt,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">die Beschwerde des Markeninhabers zurückzuweisen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Widersprechende hält die von ihr zum Zweck der Glaubhaftmachung der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">rechterhaltenden Benutzung der Widerspruchsmarke vorgelegten Unterlagen für </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ausreichend, um neben ihrer rechtserhaltenden Benutzung auch eine gesteigerte </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Bekanntheit der Widerspruchsmarke zu belegen. Insbesondere genüge die Ver-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">wendung der Widerspruchsmarke in der Form „Adlon Kempinski“ durch die Kem-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">pinski AG mit Einverständnis der Widersprechenden den zu stellenden Anforde-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">rungen. Zudem werde das Markenwort „Adlon“ auch nur mit den beschreibenden </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Zusatz „Hotel“ verwendet, sei in dieser Form etwa am Hotelgebäude selbst ange-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bracht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Widerspruchsmarke genieße im Bereich der Hotellerie auch einen sehr guten </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Ruf und sei eines der bekanntesten Hotels in Deutschland. Die angegriffene </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Marke versuche, so die Widersprechende, in unlauterer Weise von diesem guten </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Ruf zu profitieren, die von der angegriffenen Marke beanspruchten Dienstleistun-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gen seien von den Hoteldienstleistungen, für die die Widerspruchsmarke bekannt </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sei, nicht so weit entfernt, dass eine solche Rufausbeutung und Verwässerung der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Widerspruchsmarke ausgeschlossen sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Die Zeichen seien ähnlich, das Wort „Adlon“ präge die angegriffene Marke zumin-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dest klanglich, während die weiteren Wortbestandteile „Bauservice GmbH“ glatt </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">beschreibend seien.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Inhalt der Akten verwiesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">II.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die statthafte und auch im Übrigen zulässige Beschwerde des Markeninhabers </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">hat in der Sache keinen Erfolg.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die angegriffene Marke nutzt die Unterscheidungskraft und Bekanntheit der Wi-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">derspruchsmarke auch in Bezug auf die noch beschwerdegegenständlichen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Dienstleistungen in unzulässiger Weise aus, so dass die Markenstelle zu Recht </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">die Löschung der angegriffenen Marke angeordnet hat (<a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/42.html" title="&sect; 42 MarkenG: Widerspruch">§ 42 Abs. 2 Nr. 1</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Abs. 1 Nr. 3 MarkenG).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">1. Die angegriffene Marke ist am 13. Mai 2011 angemeldet worden, so dass der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Bekanntheitsschutz nach <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9 Abs. 1 Nr. 3 MarkenG</a> gegen die angegriffene Marke </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">im Widerspruchsverfahren geltend gemacht werden konnte (§ 165 Abs. 2 Mar-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kenG).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">2. Die Eintragung einer Marke ist auf den Widerspruch aus einer prioritätsälteren </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Marke nach <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/42.html" title="&sect; 42 MarkenG: Widerspruch">§ 42 Abs. 2 Nr. 1</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9 Abs. 1 Nr. 3 MarkenG</a> zu löschen, wenn die an-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gegriffene Marke u. a. geeignet ist, die Unterscheidungskraft der Widerspruchs-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">marke zu beeinträchtigen oder deren Wertschätzung unlauter auszunutzen. Diese </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall erfüllt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">a) Die Widerspruchsmarke ist als eine bekannte Marke i. S. d. § 9 Abs. 1 Nr. 3 </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">MarkenG zu erachten. Nach der Rechtsprechung des BGH zur im wesentlichen</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">inhaltsgleichen Vorschrift des <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/14.html" title="&sect; 14 MarkenG: Ausschlie&szlig;liches Recht des Inhabers einer Marke, Unterlassungsanspruch, Schadensersatzanspruch">§ 14 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG</a> (vgl. BGH GRUR 2014, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">378, Tz. 22, m. w. N. – OTTO CAP) ist Voraussetzung für das Vorliegen einer be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kannten Marke, dass das jeweilige Zeichen als Marke einem bedeutenden Teil </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">des Publikums bekannt ist, welches von den durch die Marke erfassten Waren </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">oder Dienstleistungen betroffen ist, ohne dass bestimmte Prozentsätze des Be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kanntheitsgrades zu fordern sind Erforderlich ist eine Bekanntheit als Kennzeich-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nungsmittel für bestimmte Waren oder Dienstleistungen. Maßgeblich sind bei der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Prüfung dieser Voraussetzungen alle relevanten Umstände des Falles, also insbe-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sondere der Marktanteil der älteren Marke, die Intensität, die geographische Aus-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dehnung und die Dauer ihrer Benutzung sowie der Umfang der Investitionen, die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">das Unternehmen zu ihrer Förderung getätigt hat. Wird neben der Marke vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Markeninhaber auch ein entsprechendes Unternehmenskennzeichen verwendet, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kommt der Marke regelmäßig auch die Bekanntheit des Unternehmenskennzei-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">chens zugute und umgekehrt, weil das Publikum in der Erinnerung nicht nach der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Art der Kennzeichen differenziert.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei der Beurteilung der Bekanntheit der Widerspruchsmarke sind im vorliegenden </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Verfahren sowohl die auf die rechtserhebliche Benutzungseinrede des Markenin-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">habers von der Widersprechenden eingereichten Unterlagen, aber auch die vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Markeninhaber in diesem Zusammenhang vorgelegten Unterlagen und letztlich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">auch die eigenen Kenntnisse der Senatsmitglieder zu berücksichtigen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">aa) Die Widersprechende hat im Verfahren vor dem DPMA u. a. Auszüge aus dem </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">„13. Jahrbuch Das Adlon 2010“, zum einen betr. „Gäste im Adlon“ (Anl. zum </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">SchrS. vom 13. März 2012, Bl. 44 ff. der patentamtl. Akten) zum anderen betref-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">fend sog. „Adlon-Arrangements“ d. h. Übernachtungsangebote zu besonderen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Konditionen bzw. mit besonderen Leistungen (siehe S. 55 des vorigen Jahrbuchs, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Anl. W1 zum SchrS. vom 19. Juli 2013, nach Bl. 78 der patentamtl. Akten), sowie </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ein Lichtbild der Fassade des betreffenden Hotelgebäudes aus einem Artikel der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">taz vom 16. Juli 2012 mit dem Schriftzug „Hotel Adlon“ (Anl. W4 zum SchrS. vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">19. Juli 2012, nach Bl. 78 der patentamtl. Akten vorgelegt. Weitere Lichtbilder von </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dem betreffenden Hotelgebäude mit dem Schriftzug „Hotel Adlon“ hat die Wider-</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">sprechende als Anlage W6 zu ihrer Beschwerdeerwiderung vom 15. Septem-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ber 2014 vorgelegt (Auszug aus www.bz-berlin.de, Bl. 42 ff. d.A.). Es bestehen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">auch aufgrund eigener Ortskenntnis der Senatsmitglieder keine Zweifel, dass das </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">fragliche Hotelgebäude am Pariser Platz in Berlin auf dem Dach, sowie an der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Fassade, gut sichtbar mit der Angabe „Hotel Adlon“ und auch schon zum Zeit-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">punkt der Anmeldung der angegriffenen Marke gekennzeichnet war und weiterhin </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ist. Aufgrund der vorgelegten eidesstattlichen Versicherung des Geschäftsführers </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Jadtfeld der Widersprechenden (Anl. zum SchrS. vom 28. November 2012, Bl. 89 </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der patentamtl. Akten) ist auch glaubhaft gemacht, dass die Verwendung der Wi-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">derspruchsmarke „Adlon“ durch den Hotelbetreiber, der Kempinski AG, von der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Widersprechenden gestattet war.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die deutliche Kennzeichnung des Gebäudes, in dem die Dienstleistung „Verpfle-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gung und Beherbergung von Gästen“ erbracht wird, mit der Widerspruchsmarke </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">zusammen mit dem die Dienstleistung glatt beschreibenden Begriff „Hotel“ ist als </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">rechtserhaltende Benutzung der Widerspruchsmarke in Bezug auf die vorge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nannten Dienstleistungen in den beiden maßgeblichen Zeiträumen, nämlich vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">19. August 2006 bis 18. August 2011 (<a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/43.html" title="&sect; 43 MarkenG: Einrede mangelnder Benutzung, Entscheidung &uuml;ber den Widerspruch">§ 43 Abs. 1 S. 1 MarkenG</a>) und vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">7. Juli 2010 bis 6. Juli 2015 (<a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/43.html" title="&sect; 43 MarkenG: Einrede mangelnder Benutzung, Entscheidung &uuml;ber den Widerspruch">§ 43 Abs. 1 S. 2 MarkenG</a>), als ausreichend zu er-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">achten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">bb) Soweit der Markeninhaber – unter Vorlage entsprechender Unterlagen, insbe-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sondere Lichtbilder bzw. Abbildungen der Fassade und vom Eingangsbereich des </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">entsprechenden Gebäudes, einer Speisekarte, einer Zuckertüte, eines Getränke-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Stäbchens und der Kopie einer Rechnung aus der Gastronomie des betr. Hotels &#8211;</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">einwendet, die Bezeichnung „Adlon“ werde durchwegs mit dem Zusatz </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">„Kempinski“ verwendet (vgl. die Anl. zum Protokoll der mündl. Verhandlung vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">7. Juli 2015, Bl. 114 – 118 d.A.) ändert dies in Bezug auf die Beurteilung der Be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nutzung der Widerspruchsmarke nichts. Insbesondere wird der kennzeichnende </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Charakter der Widerspruchsmarke hierdurch nicht verändert (§ 26 Abs. 3 </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">MarkenG). Es ist allgemein bekannt, dass im hier einschlägigen Dienstleistungs-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bereich am Markt vielfach Hotelbetriebe präsent sind, die zu sog. Hotelketten</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gehören (vgl. die im Ladungszusatz vom 28./29. Mai 2015 genannten Unterneh-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">men „Hilton“, „Steigenberger“ oder „Accor“), deren einzelne Hotelbetriebe nicht nur </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mit der Bezeichnung der Hotelkette gekennzeichnet werden, sondern mit einem </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">individualisierenden Zusatz (siehe z. B. das ebenfalls in Berlin befindliche </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">„Kempinski Hotel Bristol“ oder in München das „Hotel Vier Jahreszeiten </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Kempinski“). Es ist daher davon auszugehen, dass gerade im hier betroffenen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Dienstleistungsbereich Mehrfachkennzeichnungen üblich sind, nämlich die Ver-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bindung der Bezeichnung einer Hotelkette mit einem Zusatz, der es ermöglicht, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">den einzelnen Hotelbetrieb als konkreten Erbringer der vom jeweiligen Kunden in </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Anspruch genommenen Beherbergungs- und Verpflegungsdienstleistungen zu </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">identifizieren. Insbesondere im hochpreisigen Marktsegment ist für die Auswahl-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">entscheidung von Hotelkunden regelmäßig nicht nur die Zugehörigkeit zu einer </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Hotelkette, sondern auch das konkrete einzelne „Haus“, d.h. der konkrete Hotel-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">betrieb von Belang. Dann aber kann gerade auch derjenige Bestandteil einer aus </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mehreren Elementen bestehenden Kennzeichnung, der einen konkreten Hotelbe-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">trieb individualisiert, als markenmäßig benutzt erachtet werden (vgl. Strö-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bele/Hacker, Markengesetz, 11. Aufl., § 26, Rn. 168 m. w. N.).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">cc) Ferner ist eine über die vorgenannte Benutzung hinausgehende Bekanntheit </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der Widerspruchsmarke bei einem bedeutenden Teil des Publikums festzustellen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dabei kann entgegen der Auffassung des Inhabers der angegriffenen Marke nicht </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">allein von einer Bekanntheit bei vermögenden ausländischen Kunden ausgegan-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gen werden. Die Bekanntheit einer Marke ist zwar stets auch waren- bzw. dienst-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">leistungsbezogen zu sehen (hier: in Bezug auf „Verpflegung und Beherbergung </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">von Gästen“), grundsätzlich nicht aber in Bezug auf deren Preis. Entscheidend ist </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">die Bekanntheit bei den von den vorgenannten Dienstleistungen angesprochenen, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">breiten Verkehrskreisen, unabhängig davon, ob sie sich einen Aufenthalt in dem </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">entsprechenden Beherbergungsbetrieb leisten können. Zudem hat die Widerspre-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">chende über Reiseveranstalter Angebote für Aufenthalte im Hotel „Adlon“ ver-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">marktet, die sich durchaus auch an breite Verkehrskreise richten, so z. B. über</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">„Neckermann Reisen“ (vgl. Anl. 1 zum Protokoll der mündl. Verhandlung vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">7. Juli 2015, Bl. 111 -113 d.A.).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Vorliegend sind für die Beurteilung der Bekanntheit der Widerspruchsmarke fol-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gende Umstände maßgebend:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nach eigener Kenntnis der Senatsmitglieder (vgl. dazu auch die Ladungshinweise </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">vom 28./29. Mai 2015, Bl. 70 d.A. und die weiteren Hinweise gemäß Protokoll der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mündl. Verhandlung vom 7. Juli 2015, Bl. 108/109 d.A.) hat sich das Hotel „Adlon“ </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">seit seiner Gründung in zentraler Lage zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">weitgehenden Zerstörung im Mai 1945 den Ruf erworben, eines der luxuriösesten </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">und besonders bei bedeutenden Personen beliebten Hotels in der damaligen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Reichshauptstadt bzw. in ganz Deutschland zu sein. Es ist ferner davon auszuge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">hen, dass diese Bekanntheit der unter der Bezeichnung „Adlon“ geführte Hotelbe-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">trieb auch während der Zeit der deutschen Teilung, in der restliche Gebäudeteile, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bzw. die entstandene Brachfläche in unmittelbarer Nähe der Berliner Sektoren-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">grenze lag, nicht verloren hat (vgl. dazu u. a. BGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202002,%20967" title="BGH, 28.02.2002 - I ZR 177/99: Streit um die Bezeichnung &quot;Adlon&quot; f&uuml;r Berliner Hotel">GRUR 2002, 967</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Tz. 38 &#8211; Adlon).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ferner entspricht es ebenfalls der eigenen Kenntnis der Senatsmitglieder, dass </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">insbesondere nach der Wiedereröffnung des Hotelbetriebes an ursprünglicher </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Stelle im Jahr 1997 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Hotel „Adlon“ Gegen-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">stand intensiver Berichterstattung in den Medien war und weiterhin ist. Gestützt </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">wird dies zudem durch die von der Widersprechenden eingereichten Beispiele, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nicht nur in Bezug auf die nach der Lebenserfahrung regelmäßig auch medial be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gleiteten Aufenthalte sog. „VIPs“ im Hotel „Adlon“ (vgl. z. B. die Auszüge aus dem </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">„13. Jahrbuch Das Adlon 2010“ betr. „Gäste im Adlon“, Anl. zum SchrS. vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">13. März 2012, Bl. 47 ff. der patentamtlichen Akten), sondern insbesondere auch </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">durch Beispiele überregionaler Publikationen zu Tagungen und Veranstaltungen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">im Hotel „Adlon“ (vgl. Anl. W2 und W3 zum SchrS. vom 19. Juli 2012, nach Bl. 78 </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der patentamtlichen Akten), letztlich auch durch die Beispiele für eine wiederum </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">überregionale Berichterstattung über eine vom Zweiten Deutschen Fernsehen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ausgestrahlte Filmproduktion betr. das Hotel „Adlon“ (vgl. Anl. W4 zum SchrS. </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">vom 19. Juli 2012, nach Bl. 78 der patentamtl. Akten). Schließlich ist nochmals</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">darauf hinzuweisen, dass Angebote für Aufenthalte im Hotel Adlon auch über </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">große Reiseveranstalter vermarktet worden sind (vgl. Anlage 1 zum Protokoll der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mündlichen Verhandlung vom 7. Juli 2015, Bl. 111 &#8211; 113 d.A.).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">dd) Aufgrund der vorgenannten Umstände ist es für den Senat offenkundig (<a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/82.html" title="&sect; 82 MarkenG: Anwendung weiterer Vorschriften, Anfechtbarkeit, Akteneinsicht">§ 82</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Abs. 1 MarkenG i. V. m. <a href="https://dejure.org/gesetze/ZPO/291.html" title="&sect; 291 ZPO: Offenkundige Tatsachen">§ 291 ZPO</a>), dass die Widerspruchsmarke in Bezug auf </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">die Dienstleistungen „Verpflegung und Beherbergung von Gästen“ bereits zum </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Zeitpunkt der Anmeldung der angegriffenen Marke einem bedeutenden Teil des </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">inländischen Publikums bekannt war, dies auch weiterhin ist und zudem eine be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sondere Wertschätzung beim Publikum in Bezug auf besonders komfortable und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">letztlich luxuriöse Dienstleistungen im vorgenannten Bereich verfügt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">b) Die gegenüberstehenden Vergleichszeichen sind einander überdurchschnittlich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ähnlich. Maßgebend dafür ist der Gesamteindruck, wobei von dem allgemeinen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Erfahrungsgrundsatz auszugehen ist, dass der Verkehr eine Marke so aufnimmt, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">wie sie ihm entgegentritt, ohne sie einer analysierenden Betrachtungsweise zu </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">unterziehen (vgl. u. a. BGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202001,%201151" title="BGH, 01.03.2001 - I ZB 42/98: Marktfrisch; S&auml;umnis in der m&uuml;ndlichen Verhandlung in Markenangel...">GRUR 2001, 1151</a> – marktfrisch; EuGH GRUR 2004, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">428 Rn. 53 – Henkel). Der Grad der Ähnlichkeit der Zeichen ist dabei nach Klang, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">(Schrift-)Bild und Bedeutungs-(Sinn-)Gehalt zu ermitteln.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hier sind die Vergleichsmarken jedenfalls in klanglicher Hinsicht als überdurch-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schnittlich ähnlich zu erachten. Die Widerspruchsmarke „Adlon“ ist in der ange-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">griffenen Marke als Wortbestandteil identisch enthalten. Die weiteren, in deutlich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kleinerer Schrift dargestellten Wortbestandteile „Bauservice GmbH“ sind nicht nur </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">optisch untergeordnet, sondern werden im Zusammenhang mit den Dienstleistun-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gen, die unter der angegriffenen Marke angeboten werden, lediglich als glatte Be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schreibung des Tätigkeitsfeldes („Bauservice“) und als Mitteilung der Rechtsform </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">des Anbieters („GmbH“) wahrgenommen, nicht jedoch als betrieblicher Her-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kunftshinweis. Das grafische Element, welches eine Gebäudefront darstellt, und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bei sprachlicher Wiedergabe nur eine untergeordnete Rolle spielt, wird vom ange-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sprochenen Verkehr für Bauträgerleistungen ebenfalls nur als Illustration des Tä-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">tigkeitsbereiches angesehen werden. Hiervon ausgehend dominiert der mit der</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Widerspruchsmarke identische Bestandteil „Adlon“ den Gesamteindruck der an-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gegriffenen Marke jedenfalls in klanglicher Hinsicht, bei der mit Blick auf die die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">weiteren, wie oben ausgeführt beschreibenden Wortelemente der angegriffenen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Marke eine insbesondere auf diesen Bestandteil beschränkte mündliche Wieder-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gabe nahe liegt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">c) Im vorliegenden Fall nutzt die angegriffene Marke die Unterscheidungskraft der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Widerspruchsmarke auch in unlauterer Weise aus (§ 9 Abs. 1 Nr. 3 1. Var. </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">MarkenG). Dies ist dann der Fall, wenn ein Dritter sich durch die Verwendung ei-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nes identischen oder ähnlichen Zeichens in die Sogwirkung der bekannten (Wi-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">derspruch-)Marke begibt, um von deren Anziehungskraft, Ansehen und Ruf zu </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">profitieren, ohne eine finanzielle Gegenleistung oder eigene Anstrengungen auf-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">zuwenden (EuGH, Urteil vom 23.03.2010, <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202010,%20445" title="EuGH, 23.03.2010 - C-236/08: Google-Adwords-System verst&ouml;&szlig;t nicht gegen das Markenrecht">GRUR 2010, 445</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Rn. 102 &#8211; Google/Google France), und die die Vorteile, den wirtschaftlichen Wert </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der Marke und die Anstrengungen des Inhaber der bekannten Marke zur Schaf-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">fung und Aufrechterhaltung des Markenimages ausnutzt und sich so den Auf-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">merksamkeitswert zu Nutze macht (EuGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202009,%20756" title="EuGH, 18.06.2009 - C-487/07: DER INHABER EINER MARKE KANN DIE VERWENDUNG EINER VERGLEICHSLISTE ...">GRUR 2009, 756</a> Rn. 41, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">49 &#8211; L’Oréal/Bellure; vgl. auch Ströbele/Hacker, Markengesetz, 11. Aufl., § 14 </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Rn. 334).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Widerspruchsmarke verfügt vorliegend, wie bereits dargelegt, beim allgemei-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nen Durchschnittsverbraucher und somit auch beim insoweit übereinstimmenden, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">von der angegriffenen Marke angesprochenen Verkehr über eine hohe, jedenfalls </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">überdurchschnittliche Bekanntheit und – wovon aufgrund der oben unter a) er-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">folgten Ausführungen ebenfalls auszugehen ist, über eine hohe Wertschätzung.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Vergleichszeichen weisen, wie ebenfalls bereits ausgeführt, eine überdurch-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schnittliche Ähnlichkeit auf.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die – noch verfahrensgegenständlichen – Dienstleistungen, für die die angegrif-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">fene Marke eingetragen ist, und zwar „Dienstleistungen eines Bauträgers, nämlich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Durchführung von Bauvorhaben in Bezug auf den Bau von Wohngebäuden sowie</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><span style="font-size: 12pt;">die Modernisierung von Wohnungen“ weisen auch keinen derart großen Abstand </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">zu den auf Seiten der Widerspruchsmarke zu berücksichtigenden Dienstleistungen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">„Verpflegung und Beherbergung von Gästen“ auf, welcher der Ausnutzung der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Unterscheidungskraft der Widerspruchsmarke entgegenstehen könnte.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nach den Feststellungen des Senates offerieren Anbieter von Hoteldienstleistun-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gen wie z. B. Hilton (vgl. Anl. 1a und 1b zum Ladungszusatz vom </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">28./29. Mai 2015, Bl. 71 – 79 d.A.), Steigenberger (vgl. Anl. 2 zum Ladungszusatz </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">vom 28./29. Mai 2015, Bl. 80 – 81 d.A.) oder Accor (vgl. Anl. 3 zum Ladungszu-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">satz vom 28./29. Mai 2015, Bl. 82 – 83 d.A.), etwa im Rahmen von Franchisemo-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dellen oder Beratungsleistungen auch Dienstleistungen in den Bereichen Um- und </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Neubau, Renovierung und Architektendienstleistungen. Dieses Dienstleistungsan-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">gebot ist auch nicht auf den Bau von Hotelanlagen beschränkt, sondern kann sich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">durchaus auch auf den Bau von z. B. Ferienwohnanlagen oder Apartmenthotels </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">(„serviced apartments“) beziehen, die auch langfristig als Wohnung dienen kön-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nen. Darüber hinaus besteht auch deshalb Ähnlichkeit zu den Beherbergungs-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dienstleistungen, weil bereits ein übliches Hotel gelegentlich längerfristig als Un-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">terkunft und damit zu Wohnzwecken dienen kann, so dass die vom Markeninhaber </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">vorgenommene Beschränkung des Dienstleistungsverzeichnisses der angegriffe-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nen Marke insoweit den Abstand zu den Beherbergungsdienstleistungen nicht </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">entscheidend vergrößert.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Vielmehr können die Abnehmer der Bauträgerdienstleistungen unter der Bezeich-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nung „Adlon“ den Eindruck erhalten, die so angebotenen Wohngebäude bzw. </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Wohnungen wiesen eine Qualität auf, der hinsichtlich Komfort und Wertigkeit mit </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dem hier in Rede stehenden bekannten Luxushotel vergleichbar sei, so dass die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Aufmerksamkeit des Verkehrs auf die angegriffene Marke gelenkt wird und somit </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">eine Ausnutzung der Bekanntheit vorliegt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hiervon ausgehend steht für den Senat fest, dass sich der Markeninhaber mit der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">angegriffenen Marke in den Bereich der Ausbeutung der Unterscheidungskraft der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Widerspruchsmarke begeben hat, da er von der Anziehungskraft der Wider-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">spruchsmarke, die in einem relevant nahen Dienstleistungsbereich eine hohe Be-</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">kanntheit und Wertschätzung genießt, ohne eigene berechtigte Interessen profi-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">tiert.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">d) Es liegt auch eine Ausnutzung der Wertschöpfung der Widerspruchsmarke vor </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">(<a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9 Abs. 2 Nr. 3</a>, 2. Var. MarkenG). Dies ist der Fall, wenn sich ein Wettbewerber </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mit der Kennzeichnung seiner Waren oder Dienstleistungen einer Marke angenä-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">hert hat, um Gütevorstellungen, die das angesprochene Publikum mit den unter </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der Marke vertriebenen Erzeugnissen oder Dienstleistungen verbindet, über das </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Hervorrufen beiläufiger Assoziationen hinaus, für sich auszunutzen (so schon </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">BGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2086,%2090" title="BGH, 09.12.1982 - I ZR 133/80: Rolls-Royce">BGHZ 86, 90</a> &#8211; Rolls-Royce; <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201985,%20550" title="BGH, 29.11.1984 - I ZR 158/82: DIMPLE">GRUR 1985, 550</a> &#8211; DIMPLE). Dabei handelt es </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sich vor allem um die Fälle des Imagetransfers, bei denen der gute Ruf der be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kannten Marke auf die ähnlich gekennzeichneten Produkte oder Dienstleistungen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">umgeleitet werden soll. Nach den vorstehenden Feststellungen, liegt ein Image-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">transfer von der für komfortable und luxuriöse Beherbergungsdienstleistungen be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kannten Widerspruchsmarke auf die &#8211; für Errichtung von Wohnungen eingetrage-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">nen – angegriffene Marke vor. Denn der angesprochene Verkehr wird aufgrund </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der Zeichenähnlichkeit annehmen, dass die angebotenen Wohnungen über eine </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der vorgenannten Wertschätzung entsprechende, letztlich luxuriöse Ausstattung </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">verfügen bzw. einen entsprechenden hotelartigen Komfort bieten. Hierzu wird im </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Übrigen auf die o. g. Ausführungen verwiesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">e) Die Ausnutzung der Unterscheidungskraft und der Wertschätzung der Wider-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">spruchsmarke erfolgt im vorliegenden Fall auch in unlauterer Weise. Anders läge </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der Fall nur dann, wenn ein berechtigter Grund für die Ausnutzung der Bekannt-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">heit der Widerspruchsmarken gegeben wäre (vgl. BGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202014,%20378" title="BGH, 31.10.2013 - I ZR 49/12: OTTO CAP - Markenverletzungsstreit: Ausnutzung eines bekannten Un...">GRUR 2014, 378</a>, Tz. 42, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">m. w. N. – OTTO CAP). Berechtigte Gründe, insbesondere eine Wahrnehmung </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">berechtigter Interessen seitens des Inhabers der angegriffenen Marke &#8211; gerade in </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Bezug auf die Verwendung des Wortelements „Adlon“ &#8211; sind jedoch weder vorge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">tragen, noch ersichtlich. Insbesondere setzt die Ausnutzung der Unterscheidungs-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kraft und der Wertschätzung der Widerspruchsmarke kein entsprechendes sub-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">jektives Element, insbesondere keine entsprechende Absicht des Inhabers der</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">angegriffenen Marke voraus, sondern es genügt, wenn der Tatbestand des <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Abs. 1 Nr. 3 MarkenG objektiv erfüllt ist (vgl. zur parallelen Verletzungsbestim-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mung des <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/14.html" title="&sect; 14 MarkenG: Ausschlie&szlig;liches Recht des Inhabers einer Marke, Unterlassungsanspruch, Schadensersatzanspruch">§ 14 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG</a>: BGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202014,%20378" title="BGH, 31.10.2013 - I ZR 49/12: OTTO CAP - Markenverletzungsstreit: Ausnutzung eines bekannten Un...">GRUR 2014, 378</a>, Tz. 43 – OTTO </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">CAP). Dies ist hier, wie ausgeführt, der Fall.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">f) Soweit sich der Markeninhaber auf gleichlautende Drittmarken beruft, steht dies </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">hier der Bejahung einer unlauteren Ausnutzung der Unterscheidungskraft und der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Wertschätzung der Widerspruchsmarke nicht entgegen. Zwar kann der Umstand, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">ob mit der betreffenden Marke ähnliche Drittzeichen am Markt sind, vornehmlich </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">für die Frage der Beeinträchtigung der Unterscheidungskraft von Bedeutung sein </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">(vgl. BGH <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201991,%20863" title="BGH, 21.03.1991 - I ZR 111/89: Avon">GRUR 1991, 863</a> – Avon). Eine im Verhältnis zur angegriffenen Marke </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">erfolgte Schwächung der Widerspruchsmarke durch die Existenz der Drittmarken, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">auf die der Markeninhaber sich beruft, kann hier jedoch für den durch die ange-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">griffene Marke erfüllten Tatbestand der Beeinträchtigung der Unterscheidungskraft </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">wie auch der Wertschätzung der Widerspruchsmarke ausgeschlossen werden. Die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Waren bzw. Dienstleistungen für die die Drittmarken eingetragen sind, liegen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sämtlich weiter von den bekannten Beherbergungsdienstleistungen entfernt. Zwar </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mag der davon angesprochenen Verkehr bei IT-Dienstleistungen annehmen, dass </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Hotelbetreiber eine für ihre Zwecke angepasste EDV auch für Dritte anbieten, die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Widerspruchsmarke ist allerdings nicht für eine besonders leistungsfähige Hotel-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">EDV bekannt, sondern für das Bereitstellen komfortabler und luxuriös ausge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">statteter Unterkünfte. Gegenüber den Bauträgerdienstleistungen des Markeninha-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">bers, die die Errichtung einer fertigen Unterkunft zum Gegenstand haben, liegt </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">auch die Produktion einzelner Ausstattungsgegenstände, hier einer Armaturense-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">rie für den Sanitärbereich, die zudem zusätzlich mit der Marke des Herstellers ge-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kennzeichnet ist, ebenfalls weiter von den Beherbergungsdienstleistungen ent-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">fernt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">3. Da entsprechend den o. g. Ausführungen die Löschung der angegriffenen </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Marke aufgrund <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§§ 9 Abs. 1 Nr. 3</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/42.html" title="&sect; 42 MarkenG: Widerspruch">42 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG</a> anzuordnen war, kann</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">dahin stehen, ob zwischen den Marken Verwechslungsgefahr im Sinne des <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/9.html" title="&sect; 9 MarkenG: Angemeldete oder eingetragene Marken als relative Schutzhindernisse">§ 9</a> </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Abs. 1 Nr. 2 MarkenG besteht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">4. Die Rechtsbeschwerde ist im vorliegenden Fall nicht zuzulassen. Eine Rechts-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">frage von grundsätzlicher Bedeutung (<a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/83.html" title="&sect; 83 MarkenG: Zugelassene und zulassungsfreie Rechtsbeschwerde">§ 83 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG</a>) war hier nicht </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">zu entscheiden. Der Senat hat zudem die bestehende Rechtsprechung zum Be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">kanntheitsschutz angewendet, so dass auch nach <a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/83.html" title="&sect; 83 MarkenG: Zugelassene und zulassungsfreie Rechtsbeschwerde">§ 83 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG</a> die </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Zulassung der Rechtsbeschwerde nicht veranlasst war.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">5. Eine Kostenauferlegung unter Billigkeitsgesichtspunkten ist nicht veranlasst, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;"><a href="https://dejure.org/gesetze/MarkenG/71.html" title="&sect; 71 MarkenG: Kosten des Beschwerdeverfahrens">§ 71 Abs. 1 MarkenG</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">III.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Rechtsmittelbelehrung</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Gegen diesen Beschluss steht den am Beschwerdeverfahren Beteiligten </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">das Rechtsmittel der Rechtsbeschwerde zu. Da der Senat die Rechtsbe-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schwerde nicht zugelassen hat, ist sie nur statthaft, wenn gerügt wird, dass</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">1. das beschließende Gericht nicht vorschriftsmäßig besetzt war, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">2. bei dem Beschluss ein Richter mitgewirkt hat, der von der Ausübung des </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Richteramtes kraft Gesetzes ausgeschlossen oder wegen Besorgnis der </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Befangenheit mit Erfolg abgelehnt war, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">3. einem Beteiligten das rechtliche Gehör versagt war, </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">4. ein Beteiligter im Verfahren nicht nach Vorschrift des Gesetzes vertreten </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">war, sofern er nicht der Führung des Verfahrens ausdrücklich oder still-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schweigend zugestimmt hat,</span><br />
<span style="font-size: 12pt;"></span><br />
<span style="font-size: 12pt;">5. der Beschluss aufgrund einer mündlichen Verhandlung ergangen ist, bei </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">der die Vorschriften über die Öffentlichkeit des Verfahrens verletzt worden </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">sind, oder </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">6. der Beschluss nicht mit Gründen versehen ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Rechtsbeschwerde ist innerhalb eines Monats nach Zustellung des Be-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">schlusses beim Bundesgerichtshof, Herrenstr. 45 a, 76133 Karlsruhe, durch </span><br />
<span style="font-size: 12pt;">einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt als Bevoll-</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">mächtigten schriftlich einzulegen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Metternich</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Heimen</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hermann</span></p>
<p>Quelle: DPatG</p>
<p>The post <a href="https://ra-juedemann.de/adlon-vs-adlon-bauservice-bpatg-24-w-pat-18-14/">Adlon vs Adlon Bauservice (BPatG 24 W (pat) 18/14)</a> appeared first on <a href="https://ra-juedemann.de">Jüdemann Rechtsanwälte</a>.</p>
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