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Rückstellungsvereinbarung in Filmproduktionen

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Rückstellungsvereinbarungen in Filmproduktionen dienen der finanziellen Entlastung der Produktion, in dem Ansprüche von Mitwirkenden. Rückstellungsvereinbarungen können mit allen Beteiligen (Drehbuchautoren, Regisseure, Darsteller und andere Mitglieder der Crew) geschlossen werden, wobei neben gesetzlichen Vorschriften wie Mindestlohn auch Tarifverträge nicht umgangen werden dürfen.

Was ist eine Rückstellungsvereinbarung?

Bei der Rückstellungsverreinbarung handelt es sich um einen zwischen den beteiligten geschlossenen Vertrag, in dem vereinbart wird, dass ein Teil der Vergütung des an der Produktion Beteiligten von dem Eintritt bestimmter Ereignisse oder Bedingungen abhängt. Hierbei ist zu beachten, dass oftmals die gesteckten Ziele nicht erreicht werden, oder aber es in der Praxis trotz erreichen bestimmter Ziele nicht zu einer Auszahlung des zurück gestellten Teils der Vergütung kommt.

Wo erfolgen üblicherweise Rückstellungen?

Denkbar ist, dass Rückstellungsvereinbarungen mit allen Unternehmen und Personen geschlossen werden, die an der Filmproduktion beteiligt sind. Üblich ist die Verlagerung des Risiko des Risikos der Produktion durch Rückstellungsvereinbarungen mit Mitgliedern der Crew – mit Schauspielern und anderen Mitgliedern des Stabs. Durch die Rückstellungsvereinbarungen werden die Kosten der Produktion erheblich gesenkt, in dem die Auszahlungen von Gagen teilweise oder ganz von dem Erreichen bestimmter wirtschaftlicher Ziele abhängig gemacxht werden. Üblich ist insoweit, dass die Auswertung des Filmes zu Nettoerlöse führt. Oder anders: sind die Kosten der Produktion eingespielt, werden die Beteiligten an den Erlösen beteiligt. Die Crew wird gleichsam zu UnternehmerInnen, die das Risiko des Films mitragen.